Wellness in Brandenburg: Neuruppin und das Ruppiner Land

Für Reisende, die eine gelungene Mischung aus Kultur und Natur zu schätzen wissen, ist das Ruppiner Land mit seiner ausgedehnten Seenlandschaft ein lohnendes Ziel. Als Ausgangspunkt für Erkundungen der abwechslungsreichen Umgebung bietet sich die Kreisstadt Neuruppin an.
Das Tor zur „Ruppiner Schweiz“ erstreckt sich vom Ortsteil Karwe am Ruppiner See bis nach Binenwalde am romantischen Kalksee. Zwischen beiden Orten reihen sich vier weitere Gewässer auf »wie Perlen an einer Schnur« (Theodor Fontane).

„Fontanestadt“ mit Charakter

Neuruppin ist Kreisstadt und trägt seit 1998 den Beinamen „Fontanestadt“ nach ihrem berühmtesten Einwohner, der mit seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ dem Land ein literarisches Denkmal gesetzt hat.
Die Stadt verfügt über einen liebevoll restaurierten historischen Stadtkern, der Kunsthistorikern und Architekten als „reifste Leistung im preußischen Provinzialstädtebau des 18. Jahrhunderts“ gilt. Der preußische Kammerpräsident Karl Friedrich von Voß setzte hier seine Vorstellung von einem Städtebau der Aufklärung um: breite, klar strukturierte Straßen, große Plätze, in der Mitte das repräsentative Schulhaus. Die Häuser durchweg zweigeschossig – und trotzdem hat jedes sei ureigenes Gesicht. Auch der preußische Baumeister Karl Friedrich Schinkel, zweiter „großer Sohn der Stadt“, hat an ihrer Gestaltung mitgewirkt.

Die Reize der Landschaft und die kulinarischen Köstlichkeiten der märkischen Küche lassen sich von Neuruppin aus gut per Schiffstour erkunden. Tagesausflüge führen in die von Wäldern umschlossenen Ausflugsgaststätten Stendenitz und Boltenmühle oder nach Lindow, in die Stadt zwischen drei Seen, die mir ihren Grünanlagen und den Resten einer alten Klosterruine Besucher anzieht. Ein Muss ist auch ein Abstecher nach Rheinsberg, wo man auf den Spuren Fontanes wandeln und im Sommer unter freiem Himmel die Aufführungen der „Kammeroper Schloss Rheinsberg“ genießen kann.

Wassersport auf idyllischen Seen

“Ausgestreckt am Hügelabhang, den Wald zu Häupten, den See zu Füßen, so träumst du hier, bis die wachsende Stille dich erschreckt. Mit angespannten Sinnen lauschest du, ob nicht doch vielleicht ein Laut zu dir herüberklinge, und endlich hörst du die Rätselmusik der Einsamkeit. Der See liegt glatt und sonnenbeschienen vor dir, aber es ruft aus ihm, die Bäume rühren sich nicht, aber es zieht durch sie hin, aus dem Walde klingt es, als würden Geigen gestrichen, und nun schweigt es, und ein fernes, fernes Läuten beginnt.”

So stimmungsvoll beschrieb Theodor Fontane die Atmosphäre am Ruppiner See, die sich heute noch Wasserwanderern und Spaziergängern per Pedes und Fahrrad vermittelt.
Der See ist mit 14 km und einer Breite von maximal 800 Meter der längste See im Land Brandenburg mit einer Fläche von 8,25 km². Ein Paradies für Wassersportler mit dem Zugang zu weiteren Sehen in nächster Umgebung, z.B. zum Zermützelsee, Tetzensee und Molchowsee.

In Molchow, das durch einen neuen Radweg mit Neuruppin verbunden ist, befindet sich ein moderner Wasserwanderstützpunkt mit allen Versorgungseinrichtungen, die passionierte Wasserwanderer schätzen. Die Fahrt zum Tornowsee und nach Boltenmühle, einer ehemaligen Sägemühle, die jetzt mit Gastronomie und Hotellerie lockt, ist allerdings nur motorlosen Wasserwanderern gestattet. Nach Boltenmühle fahren jedoch auch die Schiffe der Neuruppiner Fahrgastschifffahrt, die Aktivurlaubern einen Fitness-fördernden Freizeit-Triathlon anbietet: bestehend aus einer Radetappe, einem Abschnitt im Paddelboot und der bequemen Rückfahrt nach Neuruppin mit dem Ausflugsschiff.

GESUNDBRUNNDEN: Wellness in modernstem Ambiente

In einer Landschaft wie dem Ruppiner Land bleibt es nicht aus, dass sich viele Hotels und andere gesundheitsorientierte Einrichtungen auf zeitgemäße Wellness- und Beauty-Angebote spezialisiert haben. Ihnen allen kommt zu Gute, dass Neuruppin im Jahr 2007 einen „Leuchtturm“ in die Wellness-Landschaft gestellt hat: Auf einer Fläche von 4.800 qm bietet der GESUNDBRUNNEN, eine der modernsten Wellness-Oasen Ostdeutschlands dem Erholung und Entspannung Suchenden alles, was das Herz begehrt: neun Themensaunen, darunter Bio- und Finnische Sauna, Laconium, Dampfbad, Eisbrunnen und Abkühlraum, Kräuterraum, diverse Erlebnisduschen, Inhalationsraum und einen eigenen Damensaunabereich. Im Day-Spa verwöhnen Masseure und Kosmetikerinnen den Gast, das große Wasserareal lädt zum Schwimmen und Baden ein, und der Sport- & Fitnessbereich für Bewegungshungrige rundet das umfangreiche Angebot ab.
Nach dem Besuch der schwimmenden Seesauna, die mit 70 qm Deutschlands größte Seesauna ist, kann man sogar den Sprung in den Ruppiner See wagen!
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