Wandern und Wellness im Allgäu

28. Oktober 2009

Wandern im AllgäuAm südlichsten Punkt Deutschlands liegt das Allgäu, das sich über Bayerns Südwesten und Baden-Württembergs Südosten bis nach Österreich erstreckt.
Die hügelig ansteigende Voralpenlandschaft führt hinauf zu den majestätischen Gipfeln im Süden zwischen Widderstein und Geißhorn. „Königliche Aussichten“ genießen Besucher Richtung Neuschwanstein im Osten und hinüber ins Tannheimer Tal. Glitzernde Bergsehen, Höhenwege, lauschige Täler und gewachsene Kulturlandschaften laden zum Erwandern und Erkunden – das Allgäu zählt ganzjährig zu den beliebtesten Touristenregionen in Deutschland.

Das Allgäu erwandern

Wandern und Bergsteigen in allen Varianten wird im Allgäu naturgemäß groß geschrieben: die herrlichen Landschaften mit ihren spektakulären Aussichten erschließen sich in einem weit verzweigte Netz aus gut beschilderten Berg-, Wander-, Terrain- und Spazierwegen, in deren Erhaltung die Allgäuer viel investieren.

Der schönste und beliebteste Bergwanderweg der Allgäuer Alpen ist der „Heilbronner Weg“ in den Nördlichen Kalkalpen: eine Höhentour entlang an Bergwiesen, Felsmassiven und Bergseen, die in unvergesslicher Erinnerung bleibt. Der Weg verbindet auf durchschnittlich 2500m Höhenmeter die Kemptener Hütte mit der Rappenseehütte und ist damit der höchst gelegene Höhenweg Deutschlands.

Wer es ein wenig softer angehen will, findet im Allgäu viele informative Naturlehrpfade, Themenwege und Alppfade. Z.B. der Kulturpfad Schutzengelweg, der in Bayerns größtem Naturschutzgebiet die Entstehung der Alpen, ihre Besiedelung, Nutzung und Kultur vermittelt.
Wer die Stille sucht, ist auf dem naturnahen Pilgerweg der Heiligen Crescentia richtig. Die kulinarische Vielfalt erleben Reisende auf der Westallgäuer Käsestraße, die von Sennerei zu Sennerei die vielen wohlschmeckenden Käsesorten des Allgäus präsentiert. Die Themenwanderwege bieten jedem die passende individuelle Mischung aus Erholung, Erlebnis und Information.

Auch Freunde des Nordic Walking kommen im Allgäu auf ihre Kosten: In Oberstaufen, Burgberg, Schwangau und über zwanzig weiteren Allgäuer Orten gibt es gut ausgebaute Nordic-Walking-Parks mit fachlicher Anleitung, Kursangeboten und Streckenvorschlägen. Zertifizierte Trainer sorgen für die richtige Mischung aus Bewegungs- und Gesundheitstraining im Hill-, Power- oder Body-Walking. Nordic-Walking wurde ja als Sommer-Trainingsmethode für Spitzenathleten im Ski-Langlauf entwickelt, man knüpft hier also an eine lange bekannte Tradition der Wintersportregion Allgäu an.

Wellness: Ernährung, Bewegung und Entspannung

Das Allgäu ist „WellVital-Land Nummer Eins“: nirgends sonst gibt es so viele Orte und Gastgeber, die mit der renommierten bayerischen Qualitätsmarke ausgezeichnet sind. Erholung Suchende finden hier vielerorts Wohlfühlurlaub auf höchstem Niveau: in Luxushotels und Alpenwellnesshöfen, in Kurorten, Heilbädern und Wellness-Thermen.

Alle drei Säulen der Wellness-Bewegung, nämlich Ernährung, Bewegung und Entspannung, können im Allgäu ganz nach persönlichen Wünschen kombiniert werden. Z.B. bietet die Region Gelegenheit zum Heilfasten nach F.X. Mayr, Buchinger oder Hildegard von Bingen. Wer etwas für den Bewegungsapparat tun will, findet vielseitige Angebote mit Rückenschule, Wirbelsäulengymnastik, Aquafitness und Funktionsgymnastik.
Oder man trainiert Herz und Kreislauf beim Walking, beim Skilanglauf im Winter, und bei der Wassergymnastik zu jeder Jahreszeit. Zur Entspannung bieten sich gut ausgebaute SPA-Center und Saunalandschaften an, während man in den Wellness-Arrangements der regionalen Anbieter meditative Methoden üben kann: z.B. Muskelentspannung nach Jacobson, autogenes Training, Hatha Yoga, Qi Gong und weitere Entspannungstherapien. Abgerundet wird das Angebot mit ortstypischen Spezialitäten wie Bädern aus Molke, Milch, Heu und Bier: Wellness auf „typisch alpine“ Art!

Für einen Wellnessurlaub im Allgäu empfehlen wir z.B. unser Wellnesshotel im Allgäu in Oberstdorf-Tiefenbach oder auch unser Wellnesshotel am Bodensee.

Ayurveda – Teil III: Fernöstliche Heilbehandlungen und Wellness-Angebote

30. September 2009

AyurvedaIm letzten Teil unserer Artikelserie über Ayurveda ging es vornehmlich um die vielfältigen Massagen, die als Ganzkörper- oder Teilmassagen (Kopf, Füße, Rücken) in heute vielen Wellnesshotels und Kur-Einrichtungen angeboten werden.
Dies ist allerdings noch nicht alles, was die alte indische Heilkunst zu bieten hat, die den Anspruch erhebt, ganz im Sinne des Medical-Wellness-Trends dem ganzen Menschen eine gesunde Lebensweise zu vermitteln. Eine Ayurveda-Wellness-Woche kann ein guter Einstieg sein, um auch dauerhaft mehr Bewegung, Entspannung und nicht zuletzt eine gesündere Ernährung in die eigene Lebenspraxis zu bringen.

Ayurvedische Diagnosen

Anders als die eher technischen Diagnoseverfahren der westlichen Medizin basieren Ayurvedische Diagnosen auf Augenschein und Berührung: Um die individuelle Verteilung der drei Energien (Doshas) zu bestimmen und Störungen im Gleichgewicht festzustellen, beachtet der Arzt alle Aspekte der körperlichen Erscheinung wie Stimme, Augen, Hautbild und die Gesamterscheinung. Berühmt ist die Puls- und die Zungendiagnose, beides Verfahren, die Erfahrung erfordern und dem Arzt Aufschluss über vorhandene Krankheitsbilder geben, ohne dass eine chemische Analyse erforderlich wäre.
Wer eine Ayurveda-Kur bucht und zum Einstieg solche aufwändigen Diagnosen erlebt, bekommt oft schon allein aufgrund der intensiven Zuwendung und Aufmerksamkeit, die sie erfordern, einen sehr positiven Eindruck von der ayurvedischen Heilkunst. Was der Arzt durch sie erfährt, ist zudem immer ganz individuell, so dass alle weiteren Behandlungen (Massagen, Packungen, Kräutermedizin, Tees etc.) auf die spezielle Situation des Gastes abgestimmt wird.

Ayurvedisch kochen

Viele Hotels und Kur-Einrichtungen bieten passend zur Ayurveda-Kur auch ayurvedische Küche, manchmal sogar Kochkurse an. Auch die Ernährungslehre des Ayurveda zielt auf den Ausgleich der drei Körperenergien (Vata, Pita, Kapha) und empfiehlt dem entsprechend nicht für alle dieselben Nahrungsmittel.
Hat man eine individuelle Diagnose, kann man sich an den daraus resultierenden Empfehlungen orientieren, doch gibt es darüber hinaus Gemeinsamkeiten, die grundsätzlich berücksichtigt werden sollten: Zum Beispiel die Hauptmahlzeit mittags einnehmen, grundsätzlich nur bei Hunger essen, frische Lebensmittel verwenden, keine Zwischenmahlzeiten einnehmen und viel Wasser und Kräutertee trinken. Auch sollten immer alle fünf Geschmacksrichtungen (süß, sauer, salzig, bitter und „zusammen ziehend“) in einer Mahlzeit enthalten sein.

Yoga und Meditation

Ayurveda wird gelegentlich als das „Dach des Yoga“ bezeichnet, denn die harmonisierenden und beruhigenden Bewegungs- und Meditationsübungen waren immer schon ein Teil des indischen „Wissens vom Leben“ (sanskr: Ayurveda). Denn zu einem gesunden Leben gehört auch ein ausgeglichenes Wesen und ein klarer Geist, innere Ruhe und Gelassenheit - also gerade das, was uns im eher hektischen westlichen Leben oft fehlt.
Yoga-Übungen sind damit die perfekte Ergänzung einer ayurvedisch inspirierten Auszeit, doch sollte es ein eher meditativer Yoga-Stil sein, kein „Power-Yoga“, wie er derzeit in Fitness-Centern praktiziert wird. Andere östlich-meditative Bewegungskünste sind ebenfalls geeignet, z.B. Qi Gong und Tai Chi, aber auch Nordic Walking in einer schönen Naturlandschaft entspannt und harmonisiert Körper und Geist.

Ayurveda Teil II - Die Ayurveda-Massagen

10. September 2009

AyurvedaAbhyanga - Ganzkörper-Ölmassage „Liebende Hände“: Warmes Öl wird auf bestimmte Stellen („Marmapunkte“) gegossen, dass dann nach einem genau definierten Verfahren verstrichen und einmassiert wird. Die Massage wird mit Händen und Unterarmen ausgeführt, ist eher sanft und folgt den Körperstrukturen. Das Öl öffnet laut ayurvedischer Lehre die Entgiftungskanäle (Srotas) des Körpers, so dass schädliche Schlacken und Gifte ausgeleitet werden. Gleichzeitig nimmt die Haut über das Öl medizinisch wirksame Substanzen auf, die die drei Energien Vatta, Pitta und Kapha harmonisieren.

Synchron-Abhyanga – dieselbe Ganzkörper-Ölmassage, jedoch mit synchronen Bewegungen von zwei Masseuren („vierhändig“) durchgeführt.

Mukabhyanga: Kopf- und Gesichtsmassage mit Einbeziehung des Oberkörpers. Für das Gesicht wird ein besonderes Öl verwendet und auch hier kommt es darauf an, die richtigen Punkte zu massieren (Marmas, Energiepunkte). Kombiniert wird die Behandlung gerne mit Peelings und Masken. Die Massage soll speziell auf die Gefühle positiv wirken und zum Beispiel bei Liebeskummer helfen. Gerne wird sie mit Armoma-Wickeln und einem Peeling kombiniert angeboten.

Padabhyanga - Ayurvedische Fußmassage: Eine wohltuende Massage, die über die Behandlung der Reflexzonen gesamten Organismus kräftigt. Mit Öl oder warmem Ghee (Butterfett) werden Füße, Waden und Knie ausgestrichen und massiert. Rauhigkeit, Hornhaut und Steifheit wird beseitigt, die Füßen gewinnen an Kraft und Stabilität. Schlafstörungen bessern sich und auch Nervosität wird gelindert.

Udvarthana – Pulvermassage: rotes Sandelholzpulver, Kalmuspulver oder Kräuterpulver wird mit schnellen, energetisierenden Strichen einmassiert. Die Massage belebt und erfrischt, die Haut wird durch den Peeling-Effekt seidig weich und Cellulite kann reduziert werden. Es gibt Varianten mit und ohne Öl vor bzw. in Mischung mit dem Pulver. Udvartana wird auch gerne zur Unterstützung von Gewichtsreduktion eingesetzt.
Ölgüsse und Schwitzbäder

Shirodara – der Stirnölguss, die vielleicht bekannteste Ayurveda-Behandlung. Übersetzt bedeutet der Name „den Himmel öffnen“. Für mindestens eine halbe Stunde, oft deutlich länger, wird ein feiner Strahl warmen Sesamöls (36 Grad Celsius) in langsamen Pendelbewegungen die Stirn geführt. Die Behandlung hilft gegen den Alltagsstress und löst Verspannungen, hilft bei Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit, depressiven Verstimmungen und Tinnitus. Die Behandlung kann mit einer Kopf- oder Ganzkörpermassage kombiniert werden.

Svedana - das Schwitzbad: ein Kräuterdampfbad, das gerne nach einer Ganzkörpermassage angewendet wird. Der Körper beginnt im Kräuterdampfbad langsam zu schwitzen, doch bleibt der Kopf durch die Hilfe feuchter Tücher angenehm kühl. Durchblutung und Stoffwechsel werden angeregt, die durch die Massagen gelösten Giftstoffe werden ausgeleitet.

Ayurveda-Wellness: fernöstliche Entspannung

3. September 2009

AyurvedaImmer mehr Wellness-Tempel, Kurlaub-Einrichtungen sowie Wohlfühl- und Wellnesshotels bieten fernöstliche Entspannung aus der Tradition des Ayurveda. Die indische „Lehre vom gesunden Leben“ ist eine ganzheitliche Heiltradition mit einer eigenen Theorie der Krankheiten und einer speziellen, auf ihr aufbauenden Ernährungslehre.

Ganzheitliche Ayurveda-Kuren und Heilbehandlungen werden auch hierzulande angeboten, sie zählen mit Recht zur „Medical Wellness“. Im Artikel „Ayurveda – das Wissen vom Leben“ haben wir ihren ganzheitlichen Aspekt beschrieben, jetzt soll es um die ayurvedischen Einzelanwendungen gehen, die im Rahmen vieler Wellness-Arrangements und Wellness-Wochenenden angeboten werden.
In den nächsten Beiträgen lesen Sie, was genau sich hinter den oft exotisch klingenden Namen der jeweiligen Anwendungen verbirgt.

Die Eifel: Wellnessurlaub im Vulkanland

27. Juli 2009

Wellness Urlaub EifelZwischen Aachen im Norden, Trier im Süden und Koblenz im Osten erstreckt sich eine spannende Natur- und Kulturlandschaft: Die Eifel hat sowohl Aktivurlaubern als auch Erholungssuchenden einiges zu bieten, allem voran ihre interessante geologische Geschichte.
Im Osten ist das Eifelland Vulkanland: nirgendwo sonst in Deutschland hat die Erde ihre einstige Glut so nachhaltig bis heute sichtbar gehalten. Einstige Vulkankegel wie der Ernstberg und die hohe Acht, blaue Kraterseen wie das Meerfelder Maar prägen die Landschaft zwischen Mosel und Ahr, deren Sehenswürdigkeiten man auf der „Deutschen Vulkanstraße“ entdecken kann.
Die 280 km lange Ferien- und Erlebnisstraße verbindet 39 erschlossene geologische, kulturhistorische und industriegeschichtliche Sehenswürdigkeiten rund um den Eifelvulkanismus. Maare, Schlackenkegel, Lavaströme, Dome und zahl-
reiche sprudelnde Mineralquellen, die schon zu Römerzeiten als Heilquellen genutzt wurden.

Wanderparadies: Zu Fuß und mit dem Fahrrad

Die sattgrüne und liebliche Hügellandschaft der Eifel mit ihren vielen alten Gehöften, Burgen, bizarren Felsformationen und tief eingeschnittenen Gewässern, machen die Eifel ideal für eine Wanderreise in Deutschland – zu Fuß ganz ebenso wie mit dem Rad. Zum Beispiel auf dem neuen, 313 Kilometer langen Eifelstieg: Unter dem Motto „Wo Fels und Wasser dich begleiten “ führt der gut ausgeschilderte Wanderweg vom flachen Norden bei Aachen über das „Hohe Venn“, durch das einsame Rurtal, vorbei an imposanten Stauseen, dem „Nationalpark Eifel“ und über die Kalk- und die Vulkaneifel bis in die Südeifel.
Ein flächendeckendes Netz hervorragend ausgebauter Radwege kommt hinzu, das der Eifel seit Jahren einen sicheren Platz unter den „Top Ten der beliebtesten Radregionen Deutschlands“ sichert, die der Allgemeine Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) regelmäßig ermittelt. Die Tourenauswahl ist dabei äußerst vielfältig und geeignet für einen längeren Urlaub in der Eifel oder auch eine Eifel Kurzreise: Mal geht es entlang der Flüsse und Bäche, mal über weite Hochebenen und Berge, dann wieder durch knorrige Eichenwälder oder ehemalige Bahntrassen. Fahrradfreundliche Hotels, Gastronomen, Bauernhöfe und Fahrradverleihe entlang der Strecken versorgen die Reisenden mit allem, was zu einer herausfordernden oder auch gemütlich-erholsamen Radwanderung gehört.

Eine weitere Besonderheit für sehr speziell interessierte Eifel-Besucher ist der einzigartige „Eifel-Krimi-Wanderweg“: Rund um Hildesheim erschließt er auf 55 Kilometern Krimi-Fans die Schauplätze der bekannten Eifelkrimis von Jaques Berndorf, Ralf Kramp und anderen Autoren.

Burgen und Bäder

Romantische Städte mit mittelalterlichem Fachwerk wie z.B. im Luftkurort Monschau und stolze Burgen mit bewegter Geschichte locken viele kulturgeschichtlich interessierte Besucher in die Eifel.
Alleine im Stadtgebiet Mechernich gibt es 24 Burgen und Schlösser, darunter die Wasserburg Satzvey, auf deren Gelände jedes Jahr im Sommer die weit über die Eifel hinaus bekannten Ritterspiele stattfinden.

Doch auch das leibliche Wohl spielt dank der mineralischen Quellen und anderer Naturheilmittel in der Eifel immer schon eine große Rolle. Badestädte und Luftkurorte bieten Erholung, Entspannung, Heilbehandlungen und Wellness-Arrangements, die keine Wünsche offen lassen. Beispielhaft sei hier das über die Eifelregion bekannte Bad Betrich an der Nahtstelle zur Mosel genannt: Hier findet sich alte Bäderkultur in neuem Glanz, die auf eine 2000jährige Geschichte zurück blicken kann. So lange ist es nämlich her, dass dem heilenden Wasser im Üssbachtal eine vorbildliche Quellfassung gab. Die Bertricher Berg-Quelle ist zudem die einzige in Deutschland anzutreffende warme Glaubersalzquelle und vorzüglich zur Behandlung von Erkrankungen des Stoffwechsels geeignet.

Rund um die kürzlich modernisierten Kur- und Badeeinrichtungen mit neuester Balneologie und Bädertechnik finden sich selbstverständlich auch auf zeitgemäße Wellness-Anwendungen spezilaisierte Eifel Wellnesshotels und Dienstleister auf hohem Niveau: Saunalandschaften, Medical Wellness, Massagen und Beauty-Treatments sind nur einige der vielen Möglichkeiten, die Bad Betrich und andere beliebte Eifel-Orte zu bieten haben.