Mode-Massagen Teil V
Nach den recht verbreiteten Massagen aus Ost und West, die in den ersten Teilen dieser Serie beschrieben wurden, sollen nun noch ein paar „Exotika“ unsere kleine Rundreise durch die Berührungskünste vervollständigen.
Lomi Lomi Nui
„Lomi“ ist Hawaijanisch und bedeutet so viel wie kneten, reiben, drücken. Die auch als „Lomi Lomi“ oder „Lomi-Massage“ bezeichnete Massageform entstammt der traditionellen Heilkunst von Hawaii, die auch Natur- und Kräuterheilkunde umfasst und von schamanischen Heilern ausgeübt wurde.
Dabei entwickelte jeder seinen eigenen Stil, so dass es schon auf Hawaii nicht nur eine „echte“ Form gegeben hat. In ihrer Urform ähnelt die Behandlung eher therapeutischer Körperarbeit. Lomi-Massage soll nicht nur entspannen, sondern auch der körperlichen, seelischen und geistigen Reinigung dienen. Ähnlich wie in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) geht es darum, die Lebensenergie (mana) zu harmonisieren, die durch verschiedene Krankheiten und falsche Lebensweisen blockiert wird.
Die Lomi-Massage dauert etwa zwei Stunden und es wird mit viel Öl gearbeitet. Dabei kommen nicht nur die Hände zum Einsatz, sondern der Behandler arbeitet auch mit dem gesamten Unterarm einschließlich der Ellenbogen. Die Intensität reicht von sanft und beruhigend bis schmerzlich, um tief sitzende Verspannungen zu lösen.





