Mode-Massagen - Teil IV

Esalen-Massage

Die auch als „kalifornische Massage“ bekannte Form wurde in den 60er Jahren am Esalen Institute in Kalifornien entwickelt. Sie wird als “Kunst der bewussten Berührung” bezeichnet und ist eine Ganzkörpermassage, die mindestens eine Stunde dauert, mit Vorgespräch auch länger. Sie besteht aus leicht fließenden Streichungen über den ganzen Körper, passiven Gelenkbewegungen und tiefer Strukturarbeit an Muskeln und Gelenken. Sanfte, wiegende Bewegungen, verbunden mit energetischem Ausgleichen des Körpers im Einklang mit der Atmung sind charakteristisch für die Esalen-Massage. Im Unterschied zur klassischen Massage wird nicht geklopft und kaum geknetet, auch kommt deutlich mehr Öl zum Einsatz.

Schröpf-Massage

Bei dieser traditionellen Heilbehandlung, die mancherorts im Rahmen einer Medical-Wellness-Behandlung angeboten wird, werden Schröpfgläser auf die Haut gesetzt, um durch den Unterdruck eine Ab- beziehungsweise Ausleitung von Schadstoffen über die Haut zu erreichen und die Durchblutung anzuregen. In der Schröpfmassage schiebt der Masseur die Schröpfköpfe über die Haut, so dass immer andere Stellen vom Sog des Vakuums erfasst werden. Angewendet wird das Verfahren zur Linderung von Schmerzzuständen und Lösung von Verspannungen, bei rheumatische Beschwerden, Magen-Darm-Probleme und Erkältungen.

Klang-Massage

Manch einer mag dieses vor allem die Psyche harmonisierende Verfahren vielleicht nicht mehr zu den Massagen zählen, da es hier nicht um die Muskeln geht: Klangschalen werden in verschiedenen Tonlagen am (bekleideten!) Körper angeschlagen, wobei sich der Schall des erzeugten Tons auf den Körper überträgt. Dies wird als Vibration wahrgenommen und soll innere Blockaden aufzulösen. Die Klangmassage wirkt entspannend und beruhigend und wird z.B. bei Stress empfohlen. Ihre Ursprünge sollen zwar in Tibet liegen, doch ist sie erst in den letzten Jahren im Westen als neue Wellness-Anwengung zur Blüte gekommen.

Hot-Stone-Massage

Hier handelt es sich um eine Anwendung, bei der verschieden große warme Steine auf dem ganzen Körper verteilt werden. Meist ist es Basaltgestein, das die Hitze gut speichert und gleichmäßig an den Körper abgibt. Die rundlichen Steine ohne Ecken und Kanten werden auf kleinen Öfen oder im Wasserbad auf ca. 55-60 Grad erhitzt und mit duftenden Ölen benetzt, bevor sie zum Einsatz kommen.
In Kombination mit gleichmäßigen erholsamen Massagestrichen, die sowohl mit Händen als auch mit den glatten Steinen selbst ausgeführt werden, vermitteln die Steine wohlige Erwärmung und Entspannung. Massagereize werden auch durch Anschlagen der Steine mit einem zweiten Stein gesetzt, was eine Übertragung der Vibration auf den Körper auslöst. Ein Teil der warmen Steine ruhen üblicherweise auf der Wirbelsäule und in den Handflächen. Die Hot-Stone-Massage ist ein rundum beeindruckendes Wohlfühl-Erlebnis und deshalb eine mittlerweile weit verbreitete Form der Wellness-Massagen.

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