Ganzheitliche Bewegungsübungen - Teil II

Yoga

Der ursprünglich indische Yoga wurde im Westen hauptsächlich als Hatha-Yoga eingeführt und weiter entwickelt.
Hier nimmt der Übende verschiedene Körperhaltungen (Asanas) ein, die teils Kraft kosten, teils den Gleichgewichtssinn trainieren, wie auch die Muskeln dehnen. Die gleichzeitige Konzentration auf den Atem bringt den Geist zur Ruhe und alle Muskeln, die zum Halten der Stellung nicht gebraucht werden, entspannen sich.
Eine kraftvolle und sehr körperorientierte Variante ist der Iyengar Yoga, in dem bei Bedarf auch einfache Hilfsmittel eingesetzt werden, um Ungeübten das Ausführen der Übungen zu erleichtern.
Der Kundalini-Yoga setzt den Schwerpunkt auf die Lenkung der Kundalini-Energie, die als psychophysische Lebensenergie dem chinesischen Chi entspricht.

Im Zuge des Fitness- und Wellness-Trends entstand der ziemlich anstrengende Poweryoga, eine aus Amerika kommende Richtung, die aus dem alten Ashtanga (Vinyasa) Yoga abgeleitet ist.
Zu den jüngsten Richtungen dieser Entwicklung gehört auch der Bikram-Yoga, ein körperlich fordernder Yoga bei hohen Raumtemperaturen, etwa in der Bio-Sauna.
Wird im Rahmen eines Wellness-Aufenthalts einfach “Yoga” angeboten, handelt es sich in der Regel um Hatha-Yoga in einer Form, die auch Ungeübte ohne Vorkenntnisse leicht mitüben können.

Yoga hat nachweislich viele positive Effekte sowohl auf die physische als auch auf die psychische Gesundheit und kann zu einer Linderung der Symptome verschiedenster Krankheitsbilder führen wie etwa Durchblutungsstörungen, Schlafstörungen, nervöse Beschwerden, chronische Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen.

Tai Chi

Während im Yoga ein ständiger Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung die einzelnen Übungen kennzeichnet, werden im chinesischen Tai Chi langsame und fließende Bewegungsabfolgen (Formen) geübt, die Bewegung und Ruhe verbinden.

Im heutigen China ist Tai Chi in stark vereinfachter Form ein Volkssport: In den Parks der Städte sieht man in den Morgenstunden tausende Menschen beim Üben der Bewegungen. Auch bei uns wird Tai Chi heute als Bewegungslehre bzw. Gymnastik betrachtet, die einerseits der Gesundheit sehr förderlich ist, andererseits der Persönlichkeitsentwicklung und der Meditation dient.
Der ursprünglich vom „chinesischen Schattenboxen“ auch umfasste Kampfkunstaspekt tritt dagegen in den Hintergrund, zumindest im vorherrschenden Yang-Stil. Sinn von Tai Chi ist nicht rohe Kraftausübung, sondern ein besonderes feines und graziles Bewegungstraining, das die Lebenskraft Chi harmonisiert, die im Verständnis der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) durch die Körpermeridiane fließt und Körper und Geist gesund hält.

Qi Gong

Eine ebenfalls auf der TCM basierende Heilgymnastik, die als Vorbereitung auf das anspruchsvollere Tai Chi gilt, aber auch separat geübt wird.
Qi Gong ist für jede Alterklasse geeignet, die meisten Übungen lassen sich auch noch von Hochbetagten ausführen.
So harmlos die Bewegungen für den Betrachter auch aussehen, so mobilisieren sie doch bei einem kompletten Durchgang sämtliche Muskelgruppen des Körpers ohne Verletzungsgefahr, übertriebenen Ehrgeiz und Leistungsdruck. Auch hier werden Körperenergien (das Qi bzw. Chi) ins Fließen gebracht. Es gibt verschiedene Stile, die unterschiedlich fordern – bis hin zum rein meditativen „stillen Qi Gong“, das auf körperliche Bewegung ganz verzichtet.

Eine Reaktion zu “Ganzheitliche Bewegungsübungen - Teil II”

  1. Wellness Urlaub Blog » Blog Archiv » Beauty-Arrangements: Vom Wellness-Urlaub für die Schönheit

    […] Wellnessregionen (13) « Ganzheitliche Bewegungsübungen - Teil II […]

Einen Kommentar schreiben

du mußt angemeldet sein, um kommentieren zu können.