Archiv der Kategorie ‘Wellness-Themen‘

Entspannungstechniken Teil IV - Farben, Lichter, Töne

Montag, den 19. Mai 2008

Entspannen mit EntspannungstechnikenGing es in Teil I, Teil II und Teil III dieser Artikel-Serie um die klassischen Entspannungstechniken wie etwa Autogenes Training, wollen wir im letzten Teil etwas unbekanntere, doch gleichwohl sehr wirksame Methoden betrachen, die mit Farben, Lichtern und Tönen arbeiten und ebenfalls gern Anwendung in einem Wellness Urlaub finden.

Klangmassage - Klangschalenmassage

Mit sich im Einklang sein – die Redewendung benennt einen stressfreien, entspannten Zustand ohne innere Misstöne. Dass man ihn erreichen kann, indem man meditativen Klängen lauscht, wussten schon die alten Inder, die seit etlichen tausend Jahren Klangschalen als Mittel zur meditativen Konzentration einsetzten. Nach ihrer Vorstellung ist der Mensch aus Klang entstanden, ist also Klang.
Peter Hess, Vorsitzender und Initiator des Europäischen Fachverbandes für Klang-Massage-Therapie, hat die Methoden der Klangmassage aus vielfältigen Klang-Erfahrungen in Nepal und Tibet entwickelt und dieses Wissen in langjähriger Praxis an die Bedürfnisse der Menschen in den westlichen Kulturen angepasst.

Das umfassende Klangangebot mit den obertonreichen, harmonischen und natürlichen Klänge der Klangschalen ermöglicht tiefe Entspannung, weil Klang das ursprüngliche Vertrauen der Menschen anspricht und dadurch Bereitschaft zum Loslassen erzeugt. Jede einzelne Körperzelle soll durch die Klänge harmonisiert werden. Ob das tatsächlich so geschieht, sei mal dahin gestellt, doch ist Entspannung ja ein Zustand, der sowohl über ein Workout der Muskulatur als auch über die Beruhigung der Gedanken erreicht werden kann. Und letzteres klappt ganz wunderbar, indem man den wunderschönen und lange nachschwingenden Tönen der Klangschalen lauscht!

Farblicht-Entspannung

Entspannendes Saunieren mit farbigem Licht ist Bestandteil vieler Wellness-Arrangements: Meist wird es in einer soften Bio-Sauna angewendet, deren Temperatur 60 Grad nicht überschreitet, so dass der Körper keinen Hitzestress, sondern wohlige Entspannung erlebt. Das Licht wechselt in längeren Abständen zwischen den Farben des Spektrums, die nach den Erkenntnissen der Farblicht-Therapie jede eine besondere Wirkung auf die Psyche ausüben soll.
So ist etwa Rot die Farbe der Vitalität und Wärme, es motiviert und weckt die Lebensgeister.
Gelbes Licht erzeugt eine heitere Atmosphäre.
Blau ist die Farbe des Himmels und des Wassers, es beruhigt, entspannt und bringt Ruhe in den Organismus.
Grün – die Farbe der Natur – regeneriert und entspannt.
Neben diesen bekannten Empfindungen gibt es auch Konzepte, die die Farbwirkungen weiter gehend als Photonenwirkungen auf der zellularen Ebene beschreiben. Diese Theorien sind zwar noch umstritten, doch ist das für den Genuss der Praxis nicht ausschlaggebend: Nach einer Farblicht-Entspannung in der Sauna fühlt man sich wie neu geboren!

Effektiv entspannen mit Entspannungstechniken - Teil III

Dienstag, den 6. Mai 2008

Neben dem vorherigen Artikel zu Entspannungstechniken beschriebenen Autogenen Training und der Progressiven Muskeltenspannung gibt es noch eine Fülle weiterer Techniken, derer man sich bedienen kann, um sich zu entspannen und wieder zur inneren Ruhe zu finden. Manche lassen sich fast überall im Alltag einsetzen, für andere braucht es Hilfsmittel oder Kurse, um sie richtig ausüben zu können.

Die Atemmeditation kann z.B. auch gut am Arbeitsplatz geübt werden: Man setzt sich aufrecht hin, legt die Hände in den Schoß, schließt die Augen und spürt erst einmal durch den Körper: Wie fühlen sich die Füße, Beine, Oberschenkel an? Und Bauch, Brust, Arme, Hals und Kopf? Nach diesem “Intro” wird die Aufmerksamkeit auf den Atem konzentriert, entweder auf das Heben und Senken der Bauchdenke, oder auf den Luftstrom, wie er durch die Nasenflügel strömt.
Ablenkende Gedanken lässt man wie Wolken vorüber ziehen und kehrt gedanklich einfach wieder zum Atem zurück. Nach ein paar Minuten wird die Übung mit ein paar tiefen Atemzügen beendet. Räkeln und strecken, aufstehen und herum laufen bringen den Übenden in den Alltag zurück, weit frischer und wacher als zuvor.

Frischluftpausen zwischendurch kannten schon unsere Großväter und Mütter, doch sind sie unverändert nützlich und hilfreich, um den den Kopf wieder klar zu bekommen. Denn das Gehirn braucht stets genug frischen Sauerstoff, um gut zu funktionieren.
Sauerstoffmangel in spärlich gelüfteten Räumen führt leicht zu Kopf- und Gliederschmerzen, Ermüdungserscheinungen und Konzentrationsschwäche. Also: Fenster auf und mehrfach tief einatmen! Ein wenig den Körper schütteln, strecken und dehnen passt gut dazu, wer mag, macht ein paar Kniebeugen und tut so auch gleich etwas für die Fitness.

Komplexer als diese kurzen Entspannungstechniken ist das von Dr. Jakob Derbolowsky eingeführte Trophotraining: eine einfache Übungsfolge, die aus dem Autogenen Training und anderen meditativen Methoden entwickelt wurde. Sie ist leichter zu erlernen, benötigt nur drei Minuten für die Ausübung und ist ebenfalls für den Arbeitsplatz geeignet.
Trophotrainig wird in Gesundheitszentren und Volkshochschulen angeboten, kann aber auch autodidaktisch mit dem Buch des Begründers („Trophotraining. So fühle ich mich wohl“) erlernt werden.

Vergleichsweise technisch funktioniert das Biofeedback-Training: Hier bedarf es eines interaktiven Computerprogramms und etlicher Sensoren, die Hautwiderstand, Muskelspannung und Herztätigkeit während des Übens messen. Die so gewonnenen Daten setzt das Programm optisch und akustisch um, so dass man genau sehen kann, wie entspannt man bereits ist – oder eben nicht. Entsprechnde Geräte und ausgebildete Anleiter finden sich in Gesundheitszentren und mancher psychologischen Praxis.

Einen großen Bekanntheitsgrad haben seit Jahren auch die Fünf Tibeter: einfache, Yoga-ähnliche Körperübungen, die mit autosuggestiven Sätzen verbunden werden. Täglich geübt, entfalten sie erstaunliche Wirkungen, machen beweglicher und verhelfen zu einem insgesamt entspannteren Leben. Für alle, die den Aufwand eines Yoga-Kurses scheuen, bieten sich die Fünf Tibeter als geeignete Kurzform an. Unter kundiger Anleitung erlernen muss man sie gleichwohl, denn auch diese Übungen kann man ohne Anleitung falsch machen!

Wer es inmitten eines stressigen Berufslebens einfach nicht schafft, die eine oder andere Entspannungstechnik zu erlernen, der kann einen entspannenden Wellness-Urlaub als Auszeit und Einstieg in ein gesünderes Leben nutzen. Ein paar Tage in gänzlich anderer Umgebung, allein dem eigenen Wohlbefinden und der Besinnung auf das Wesentliche gewidmet, können Wunder wirken!

Entspannungstechniken II

Dienstag, den 8. April 2008

Autogenes Training (AT)

Entspannen mit EntspannungstechnikenDas vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz aus der Hypnose entwickelte autogene Training ist einfach zu erlernen und fast überall durchzuführen, sowohl im Liegen als auch im Sitzen – ein ruhiger Ort und Ungestörtheit voraus gesetzt.
Mittels kurzer formelhafter Sätze (nicht gesprochen, sondern gedacht) beeinflusst man den eigenen Körperzustand. Das funktioniert, weil der Ruhezustand des Körpers durch bestimmte Empfindungen gekennzeichnet ist. So führt zum Beispiel die Entspannung der Muskeln in Armen und Beinen zu einem Schweregefühl, gute Durchblutung zu einem Gefühl der Wärme.
Durch konzentriertes Vorstellen des Effektes kann dann auch umgekehrt die „Ursache“ herbeigeführt werden: durch die Vorstellung warmer Arme wird deren Durchblutung gesteigert und in der Folge die muskuläre Entspannung erreicht.
Die Technik kann in einem Kurs oder im Rahmen einer Wellnessreise binnen weniger Tage erlernt werden, sie ist aber auch für das autodidaktische Lernen nach Büchern oder CDs geeignet.

Progressive Muskelentspannung (PMR)

Im Rahmen der progressiven Muskelentspannung nach Edmund Jocobson wird durch gezieltes Anspannen, Spannung halten und Entspannen einzelner Muskelgruppen eine allgemeine Entspannung erreicht. Der Übende konzentriert sich auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, sowie auf die Empfindungen, die mit diesen unterschiedlichen Zuständen einhergehen. Dadurch wird die Muskelanspannung unter das normale Niveau gesenkt und die Körperwahrnehmung insgesamt verbessert.
Mit einiger Übungspraxis wird es möglich, muskuläre Entspannung herbeizuführen, wann immer man das möchte. Dadurch wird jegliche Unruhe oder Erregung reduziert oder verschwindet ganz. Nebenbei werden Muskelverspannungen aufgespürt und gelockert, etwa vorhandene Schmerzzustände verringert.

Weitere Methoden folgen in Kürze.

Wer die Gelegenheit hat, sich eine Auszeit zu gönnen, dem empfehlen wir ein Wellness-Arrangement z.B. in einem Wellnesshotel an der Ostsee, in dem Entspannung groß geschrieben wird.

Effektiv entspannen mit Entspannungstechniken

Mittwoch, den 26. März 2008

Neben körperlicher Bewegung und gesunder Ernährung wird es immer wichtiger, auch der regelmäßigen Entspannung von Körper und Geist Aufmerksamkeit zu schenken.
Denn immer mehr Menchen erkranken an stressbedingten Krankheiten, da der Alltag in unserer hektischen Zeit oft kaum noch Lücken lässt, wenn wir uns nicht bewusst um kleine Auszeiten zur Regeneration kümmern. Durch falsche Körperhaltungen, zum Beispiel bei langem Sitzen, entstehen zudem Kopf- und Rückenschmerzen, die die Psyche belasten, was wiederum auf die Laune drückt.
So ergeben körperliche Verspannungen, psychische Belastungen durch ein forderndes Berufsleben und eine ebenfalls mit Verpflichtungen angefüllte Freizeit oft einen ungesunden Teufelskreis, der direkt in den gefürchtenten “Burnout” führen kann.

Am effektivsten beugt einer solchen Entwicklung vor, wer rechtzeitig eine effektive Entspannungstechnik erlernt. In den folgenden Artikeln stellen wir einige paar erfolgreiche Methoden vor, die jedoch nur dann ihre heilsame Wirkung entfalten, wenn sie regelmäßig geübt werden.
Zu Beginn wird man ein wenig testen, welche Methode einem persönlich liegt, doch dann sollte man sich entscheiden und die jeweilige Übungsform zur täglichen Praxis machen. Die kurze Zeit, die das kostet, ist nicht etwa verloren, sondern führt zu verbesserter Konzentration und beugt krankheitsbedingten Fehlzeiten vor.

Was ist „Medical Wellness“ ?

Montag, den 17. März 2008

Unter der Überschrift “Wellness” werden heute ganz unterschiedliche Wohlfühl-Angebote und Dienstleistungen verstanden: Wanderkurse, Kneipp-Kuren, Beauty-Treatments, Moorbäder, Fitness-Kurse und Sauna-Landschaften werben um erholungssuchende Gäste.
Auch Bewegungsübungen wie Yoga und TaiQi, QiGong und sogar Meditation firmieren unter „Wellness“, so dass die Vielfalt schon mal den Eindruck der Beliebigkeit und Unüberschaubarkeit macht.

Medical Wellness“ ist ein Begriff, der dieser Unübersichtlichkeit ein klares Konzept gegenüber stellen will. Der Deutsche Wellness-Verband schreibt dazu: „Wellness wird hierzulande häufig nur mit passivem Verwöhntwerden, Sauna und Whirlpool, Sinnesrausch und luxuriösem Ambiente in Verbindung gebracht. Dies wird dem eigentlichen Inhalt dieses Gesundheitskonzeptes in keiner Weise gerecht.“

Medical WellnessSchon „Wellness“ war ursprünglich weit mehr als ein Wohlfühl-Programm: Der Begriff wurde von dem amerikanischen Arzt Kenneth H. Cooper und dem Sozialmediziner Halbert Dunn eingeführt und von den Begriffen Well-being und Fitness abgeleitet, meint also einerseits Wohlbefinden und Spaß, andererseits Gesundheit und eine gute körperliche Verfassung. In den 70ern erarbeiteten dann die Wellness-Pioniere Donald B. Ardell und John Travis im Auftrag der US- Regierung neue ganzheitliche Gesundheitsmodelle, die auf Vorbeugung und Eigenverantwortung des Einzelnen für seine Gesundheit aufbauten. Nach dem Verständnis Ardells beschreibt Wellness einen Zustand von Wohlbefinden und Zufriedenheit und besteht aus den Faktoren Selbstverantwortung, Ernährungsbewusstsein, körperliche Fitness, Stressmanagement und Umweltsensibilität.

Diese ganzheitliche Sicht der Dinge entspricht in etwa dem, was heute als „Medical Wellness“ bezeichnet wird. Es handelt sich im Grunde um Verhaltensmedizin („behavioral medicine“): medizinisch relevante Ziele sollen durch eine diagnostisch begründete Wahl von Verhaltens- und Einstellungsänderungen – kurz: Lebensstiländerungen – erreicht werden. Mit Recht dürfen sich also jene Kuren, Kurse und Gesundheitsurlaube mit dem Label „Medical Wellness“ schmücken, die eine ärztliche Begleitung umfassen und auf den Gast und sein konkretes Befinden zugeschnittene Anwendungen und Behandlungen anbieten. Anleitungen und Motivation für einen gesünderen Lebensstil im Alltag gehören ebenfalls dazu.

Da die Begrifflichkeiten rund um „Wellness“ sowohl in Deutschland als auch international noch sehr unscharf sind, haben sich die wichtigsten Verbände der Branche auf dem ersten Medical Wellness Kongress 2007 in Berlin auf eine Definition geeinigt. Da heißt es jetzt:

Medical Wellness beinhaltet gesundheitswissenschaftlich begleitete Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität und des subjektiven Gesundheitsempfindens durch eigenverantwortliche Prävention und Gesundheitsförderung sowie der Motivation zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil”.

Wer „Medical Wellness“ einmal praktisch erleben will, könnte zum Beispiel eine Ayurveda-Kur machen. Diese umfassende Gesundheitslehre beinhaltet weit mehr als angenehme Ölmassagen und entspricht damit vielerorts den Anforderungen der „Medical Wellness“ voll und ganz.