Archiv der Kategorie ‘Wellness-Themen‘

Eine Investition ins Wohlbefinden: Gesundheitsurlaub und Wellness im Winter

Dienstag, den 20. Januar 2009

Winter Urlaub OstseeWenn die Feste des Jahreswechsels vorüber sind und die immer viel zu lange Zeit bis zum Frühling überstanden sein will, steigen die Krankmeldungen signifikant in die Höhe. Die Wartezimmer der Ärzte sind voll, Stress und schlechte Laune vermiesen den Alltag mehr als sonst. Gerade jetzt können Wellness-Auszeiten, Kurlaube und Kurzkuren viel bewirken.

Prävention heißt, rechtzeitig auf die Bremse zu treten und sich zu überlegen, in welchem Bereich Körper, Psyche und Geist jetzt Erholung und Unterstützung brauchen. Hier mal ein paar kleine Anregungen, welche Schwerpunkte in Frage kommen könnten:

Gewichtsreduktion: In vielen Kur- und Wellness-Arrangements spielt das Abnehmen eine große Rolle. Mit Kalorien-reduzierter, ausgewogener Kost sagt man den Pfunden den Kampf an – oft flankiert von Kochkursen, Ernährungsberatung und einem leichten Fitness-Programm zur Fettverbrennung und Erhöhung des kalorischen Grundumsatzes. Je nach Anbieter kann man verschiedene Formen der Diät wählen: Trennkost, vegetarisch, vollwertig, ayurvedisch, traditionell chinesisch (TCM) und vieles mehr.

Fastenkuren: Nach der reinen Lehre sollen Fastenkuren gerade nicht wegen der Gewichtsreduktion unternommen werden, deshalb tauchen sie hier als eigene Variante auf. Fasten oder auch Teilfasten entlastet den Stoffwechsel, entschlackt und reinigt Gewebe und Organe und unterstützt vielerlei Heilungsprozesse. Bluthochdruck, Arteriosklerose, rheumatische Beschwerden und Stoffwechselstörungen können positiv beeinflusst werden. Manch einer fastet auch aus spirituellen Motiven, um den Geist mal ganz frei von den Niederungen des Stoffwechsels auf andere Ebenen zu konzentrieren.

Fitness, Sport: Der gesunde Vorsatz, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen, ist für viele, die sich das wünschen, im Rahmen dieses Alltags nicht leicht umsetzbar. Ein Wellness-Urlaub mit dem Schwerpunkt auf Fitness und Vitalisierung kann das ändern.
Ob der Einstieg nun über Nordic Walking, Wandern, Radfahren, Gymnastik oder östliche Bewegungskünste erfolgt, ist eine Frage der persönlichen Vorlieben – die Auswahl geeigneter Arrangements lässt kaum Wünsche offen. Flankiert werden die Fitness-Elemente regelmäßig von angenehmen und pflegenden Wellness-Behandlungen und einer gesunden, ausgewogenen Ernährungsweise. So motiviert, gelingt es viel einfacher, manches vom Gelernten und Geübten in den eigenen Alltag mitzunehmen.

Entspannung und Erholung: Stress macht krank und deshalb ist es kein bloßer Luxus, sich auch mal eine wirklich wirksame Auszeit zu gönnen. Entspannungsorientierte Angebote umfassen oft das Erlernen einer auch im Alltag anwendbaren Entspannungsübung – z.B. Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung.
Auch meditative Bewegungsübungen aus östlichen Traditionen wie QiGong, TaiChi und sanftere Yoga-Formen werden gerne genutzt, um Körper und Geist umzustimmen. Massagen und Bäder, Sauna, Aroma- und Lichttherapie gehören vielerorts ebenfalls zur gesunden Erholung. Danach fühlt man sich wie neu geboren und kann wieder kraftvoll und motiviert in den Alltag starten.

Rückengesundheit: Nicht allgemeine Fitness, sondern speziell der Bewegungsapparat und Rückenschmerzen sind ein weiterer Schwerpunkt, um den herum man einen Kurlaub anlegen kann. Rückenprobleme sind aufgrund der vornehmlich sitzenden Lebensweise vieler Büroberufe sehr verbreitet, weshalb sich viele Kureinrichtungen auf diese Thema spezialisiert haben. Auch diesseits der „klassischen Kur“ finden sich Arrangements im Bereich der Medical Wellness, die mittels besonders den Rücken begünstigender Bewegungsübungen Linderung verschaffen. Krafttraining, Rückenschule und Wirbelsäulengymnastik werden ergänzt mit Massagen, Fango-Packungen und anderen wohltuenden Behandlungsformen – genau das richtige, bevor nur noch der Gang zum Orthopäden hilft.

Neben diesen übergreifenden Schwerpunkten eines Gesundheitsurlaubs gibt es noch viele weitere Möglichkeiten und Spezial-Arrangements. In weiteren Artikeln werden wir einige davon vorstellen – schauen Sie mal wieder rein!

Aromatherapie - Teil II

Donnerstag, den 11. September 2008

Die Wirkungen der Aromen

AromatherapieWie wirken nun die Pflanzenaromen auf Körper und Psyche? Eingeatmet bzw. inhaliert wirken ätherische Öle recht direkt auf die Organe und die Psyche: Lavendelöl gilt als beruhigend, Thymian und Rosmarin als belebend und aktivierend. Orangen- und Zitronenöl sollen die Stimmung aufhellen, Rose und Ylang Ylang gelten als aphrodisierende Düfte.
Bei Erkältungskrankheiten und zur Vorbeugung werden auch gerne Zitronenmelisse, Thymian, Salbei und Eukalyptus eingesetzt, denen eine antiseptische Wirkung zugeschrieben wird.

Die Anwendungen

Im Wellness-Bereich und in Wellnesshotels kommen Aromen in vielerlei Formen zum Einsatz, z.B. als Aroma-Öl-Massage: Je nach Wahl der Essenz kann das Duftöl die Entspannung oder die energetisierende Wirkung der Massage unterstützen. Die Haut nimmt das Öl sehr schnell auf, Wirkstoffe von ätherischen Ölen lassen sich bereits nach 15 Minuten im Urin der behandelten Person nachweisen.
Ähnliche, allerdings schwächere Wirkungen werden mittels Duftlampen und Aroma-Bädern erzielt. Auch aus den Saunalandschaften sind die wohlriechenden Düfte nicht mehr wegzudenken: gute Sauna-Betreiber verwenden passende ätherische Öle als Zusatz zum Saunaaufguss. Oft gibt es auch eine extra Kräuter- oder Eukalyptus-Sauna, in der die jeweilige Essenz in einem Gefäß mit Wasser langsam verdampft.

Noch ein Tipp: Wie wäre es mit einem Wellness Urlaub auf Rügen ? Oder mit Wellness in Kühlungsborn ? Die Ostsee ist zu jeder Jahreszeit eine Wellnessreise wert…

siehe auch Aromatherapie, Aromamassage im Wellness-Lexikon

Ätherische Öle: Wohlfühlen mit sinnlichen Düften

Montag, den 8. September 2008

Die Verwendung wohlriechender Essenzen ist der Menschheit seit den alten Ägyptern bekannt, die vor allem „Räucherwerk“ für religiöse Rituale als auch zur Heilbehandlung einsetzten.
Ebenso alt ist die Verwendung von Duftölmischungen als Parfüm, das in der Geschichte nicht nur von Frauen genutzt wurde, um die eigene Erscheinung olfaktorisch zu unterstreichen.

In neuerer Zeit war es die Aromatherapie, die den heilenden Aspekt der Düfte wieder mehr ins Bewusstsein rückte. Ihre „Erfindung“ im Jahr 1910 geht auf den französischen Chemiker und Parfümeur René Maurice Gattefossé zurück.
Nach einer Explosion in seinem Labor, bei der er sich Hände und Kopfhaut verbrannte, hatte er die Verbrennungen mit Lavendelöl versorgt. Dass die Wunden daraufhin schnell und ohne Narbenbildung heilten, machte ihn zum „Vater der Aromatherapie“, denn in seinem weiteren Leben setzte er nun alles daran, die heilenden Wirkungen verschiedener Pflanzenessenzen zu erforschen und kosmetische Produkte daraus zu entwickeln.

Aromatherapie – Aroma-Wellness

Aromatherapie ist heute definiert als Behandlung von Befindlichkeitsstörungen und Erkrankungen mit ätherischen Ölen. Sie ist Bestandteil der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) und darf nur von Heilpraktikern ausgeübt werden.
Gleichwohl ist die Verwendung von Duftstoffen für verschiedenste Zwecke heute in Privathaushalten sehr verbreitet und erlebt auch im Reich der Wellness-Anwendungen einen regelrechten Boom. Immer häufiger findet man den neuen Begriff Aroma-Wellness: Hier geht es vornehmlich ums Wohlbefinden und Entspannen - dass die Düfte auch der Gesundheit dienen, stört dabei ja nicht!

Im nächsten Beitrag geht es um die Wirkung und Anwendung der Aromen.

Ganzheitliche Bewegungsübungen - Teil II

Montag, den 7. Juli 2008

Yoga

Der ursprünglich indische Yoga wurde im Westen hauptsächlich als Hatha-Yoga eingeführt und weiter entwickelt.
Hier nimmt der Übende verschiedene Körperhaltungen (Asanas) ein, die teils Kraft kosten, teils den Gleichgewichtssinn trainieren, wie auch die Muskeln dehnen. Die gleichzeitige Konzentration auf den Atem bringt den Geist zur Ruhe und alle Muskeln, die zum Halten der Stellung nicht gebraucht werden, entspannen sich.
Eine kraftvolle und sehr körperorientierte Variante ist der Iyengar Yoga, in dem bei Bedarf auch einfache Hilfsmittel eingesetzt werden, um Ungeübten das Ausführen der Übungen zu erleichtern.
Der Kundalini-Yoga setzt den Schwerpunkt auf die Lenkung der Kundalini-Energie, die als psychophysische Lebensenergie dem chinesischen Chi entspricht.

Im Zuge des Fitness- und Wellness-Trends entstand der ziemlich anstrengende Poweryoga, eine aus Amerika kommende Richtung, die aus dem alten Ashtanga (Vinyasa) Yoga abgeleitet ist.
Zu den jüngsten Richtungen dieser Entwicklung gehört auch der Bikram-Yoga, ein körperlich fordernder Yoga bei hohen Raumtemperaturen, etwa in der Bio-Sauna.
Wird im Rahmen eines Wellness-Aufenthalts einfach “Yoga” angeboten, handelt es sich in der Regel um Hatha-Yoga in einer Form, die auch Ungeübte ohne Vorkenntnisse leicht mitüben können.

Yoga hat nachweislich viele positive Effekte sowohl auf die physische als auch auf die psychische Gesundheit und kann zu einer Linderung der Symptome verschiedenster Krankheitsbilder führen wie etwa Durchblutungsstörungen, Schlafstörungen, nervöse Beschwerden, chronische Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen.

Tai Chi

Während im Yoga ein ständiger Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung die einzelnen Übungen kennzeichnet, werden im chinesischen Tai Chi langsame und fließende Bewegungsabfolgen (Formen) geübt, die Bewegung und Ruhe verbinden.

Im heutigen China ist Tai Chi in stark vereinfachter Form ein Volkssport: In den Parks der Städte sieht man in den Morgenstunden tausende Menschen beim Üben der Bewegungen. Auch bei uns wird Tai Chi heute als Bewegungslehre bzw. Gymnastik betrachtet, die einerseits der Gesundheit sehr förderlich ist, andererseits der Persönlichkeitsentwicklung und der Meditation dient.
Der ursprünglich vom „chinesischen Schattenboxen“ auch umfasste Kampfkunstaspekt tritt dagegen in den Hintergrund, zumindest im vorherrschenden Yang-Stil. Sinn von Tai Chi ist nicht rohe Kraftausübung, sondern ein besonderes feines und graziles Bewegungstraining, das die Lebenskraft Chi harmonisiert, die im Verständnis der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) durch die Körpermeridiane fließt und Körper und Geist gesund hält.

Qi Gong

Eine ebenfalls auf der TCM basierende Heilgymnastik, die als Vorbereitung auf das anspruchsvollere Tai Chi gilt, aber auch separat geübt wird.
Qi Gong ist für jede Alterklasse geeignet, die meisten Übungen lassen sich auch noch von Hochbetagten ausführen.
So harmlos die Bewegungen für den Betrachter auch aussehen, so mobilisieren sie doch bei einem kompletten Durchgang sämtliche Muskelgruppen des Körpers ohne Verletzungsgefahr, übertriebenen Ehrgeiz und Leistungsdruck. Auch hier werden Körperenergien (das Qi bzw. Chi) ins Fließen gebracht. Es gibt verschiedene Stile, die unterschiedlich fordern – bis hin zum rein meditativen „stillen Qi Gong“, das auf körperliche Bewegung ganz verzichtet.

Ganzheitliche Bewegungsübungen: Entspannung für Körper und Geist

Dienstag, den 1. Juli 2008

In der westlich-abendländischen Tradition neigen wir dazu, die Dinge einzeln zu betrachten, zu analysieren und dann zu “optimieren”.
Im Fitness-Center lernen wir an den Kraftmaschinen alle Muskeln einzeln zu trainieren und im Ausdauertraining den optimalen Belastungspuls zu beachten. Für das Erlangen innerer Ruhe wird seit Jahrzehnten das Autogene Training empfohlen, das mittels reiner Beobachtung von Körper und Atmung den Weg in entspannte Geisteszustände einübt.

Oft ist es ein Wellness-Urlaub oder Wellness-Wochenende, das so manchen in Kontakt mit Übungssystemen aus östlichen Kulturen bringt, die einen anderen, nämlich ganzheitlicheren Ansatz pflegen: Kraft, Ausdauer, Koordinationsfähigkeit, Gleichgewichtssinn und geistige Konzentration bis hin zur meditativen Versenkung werden in den verschiedenen Yoga-Traditionen, wie auch im chinesischen Tai Chi und Chi Gong gleichzeitig geübt.
Zwar gibt es unterschiedliche Schwerpunkte in den einzelnen Stilen und Übungen, doch ist immer der “ganze Mensch” mit Körper, Geist und Seele gefordert - sicher ein Grund für den Boom, den diese Übungsweisen in den letzten Jahren im Wellness- und Fitnessbereich erleben.

Für die Auswahl eines geeigneten “Schnupper-Erlebnisses” folgt im nächsten Beitrag eine kurze Übersicht der bekanntesten Übungssysteme.