Archiv der Kategorie ‘Massagen‘

Mode-Massagen Teil V

Donnerstag, den 10. Juni 2010

Nach den recht verbreiteten Massagen aus Ost und West, die in den ersten Teilen dieser Serie beschrieben wurden, sollen nun noch ein paar „Exotika“ unsere kleine Rundreise durch die Berührungskünste vervollständigen.

Lomi Lomi Nui

„Lomi“ ist Hawaijanisch und bedeutet so viel wie kneten, reiben, drücken. Die auch als „Lomi Lomi“ oder „Lomi-Massage“ bezeichnete Massageform entstammt der traditionellen Heilkunst von Hawaii, die auch Natur- und Kräuterheilkunde umfasst und von schamanischen Heilern ausgeübt wurde.
Dabei entwickelte jeder seinen eigenen Stil, so dass es schon auf Hawaii nicht nur eine „echte“ Form gegeben hat. In ihrer Urform ähnelt die Behandlung eher therapeutischer Körperarbeit. Lomi-Massage soll nicht nur entspannen, sondern auch der körperlichen, seelischen und geistigen Reinigung dienen. Ähnlich wie in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) geht es darum, die Lebensenergie (mana) zu harmonisieren, die durch verschiedene Krankheiten und falsche Lebensweisen blockiert wird.

Die Lomi-Massage dauert etwa zwei Stunden und es wird mit viel Öl gearbeitet. Dabei kommen nicht nur die Hände zum Einsatz, sondern der Behandler arbeitet auch mit dem gesamten Unterarm einschließlich der Ellenbogen. Die Intensität reicht von sanft und beruhigend bis schmerzlich, um tief sitzende Verspannungen zu lösen.

Mode-Massagen - Teil IV

Montag, den 10. Mai 2010

Esalen-Massage

Die auch als „kalifornische Massage“ bekannte Form wurde in den 60er Jahren am Esalen Institute in Kalifornien entwickelt. Sie wird als “Kunst der bewussten Berührung” bezeichnet und ist eine Ganzkörpermassage, die mindestens eine Stunde dauert, mit Vorgespräch auch länger. Sie besteht aus leicht fließenden Streichungen über den ganzen Körper, passiven Gelenkbewegungen und tiefer Strukturarbeit an Muskeln und Gelenken. Sanfte, wiegende Bewegungen, verbunden mit energetischem Ausgleichen des Körpers im Einklang mit der Atmung sind charakteristisch für die Esalen-Massage. Im Unterschied zur klassischen Massage wird nicht geklopft und kaum geknetet, auch kommt deutlich mehr Öl zum Einsatz.

Schröpf-Massage

Bei dieser traditionellen Heilbehandlung, die mancherorts im Rahmen einer Medical-Wellness-Behandlung angeboten wird, werden Schröpfgläser auf die Haut gesetzt, um durch den Unterdruck eine Ab- beziehungsweise Ausleitung von Schadstoffen über die Haut zu erreichen und die Durchblutung anzuregen. In der Schröpfmassage schiebt der Masseur die Schröpfköpfe über die Haut, so dass immer andere Stellen vom Sog des Vakuums erfasst werden. Angewendet wird das Verfahren zur Linderung von Schmerzzuständen und Lösung von Verspannungen, bei rheumatische Beschwerden, Magen-Darm-Probleme und Erkältungen.

Klang-Massage

Manch einer mag dieses vor allem die Psyche harmonisierende Verfahren vielleicht nicht mehr zu den Massagen zählen, da es hier nicht um die Muskeln geht: Klangschalen werden in verschiedenen Tonlagen am (bekleideten!) Körper angeschlagen, wobei sich der Schall des erzeugten Tons auf den Körper überträgt. Dies wird als Vibration wahrgenommen und soll innere Blockaden aufzulösen. Die Klangmassage wirkt entspannend und beruhigend und wird z.B. bei Stress empfohlen. Ihre Ursprünge sollen zwar in Tibet liegen, doch ist sie erst in den letzten Jahren im Westen als neue Wellness-Anwengung zur Blüte gekommen.

Hot-Stone-Massage

Hier handelt es sich um eine Anwendung, bei der verschieden große warme Steine auf dem ganzen Körper verteilt werden. Meist ist es Basaltgestein, das die Hitze gut speichert und gleichmäßig an den Körper abgibt. Die rundlichen Steine ohne Ecken und Kanten werden auf kleinen Öfen oder im Wasserbad auf ca. 55-60 Grad erhitzt und mit duftenden Ölen benetzt, bevor sie zum Einsatz kommen.
In Kombination mit gleichmäßigen erholsamen Massagestrichen, die sowohl mit Händen als auch mit den glatten Steinen selbst ausgeführt werden, vermitteln die Steine wohlige Erwärmung und Entspannung. Massagereize werden auch durch Anschlagen der Steine mit einem zweiten Stein gesetzt, was eine Übertragung der Vibration auf den Körper auslöst. Ein Teil der warmen Steine ruhen üblicherweise auf der Wirbelsäule und in den Handflächen. Die Hot-Stone-Massage ist ein rundum beeindruckendes Wohlfühl-Erlebnis und deshalb eine mittlerweile weit verbreitete Form der Wellness-Massagen.

Klassische Massagen - Aromaöl-Massage

Donnerstag, den 25. März 2010

Während zunächst Massagen aus dem fernen Osten vorgestellt wurden, folgen nun jenen Formen, die im westlichen Abendland entwickelt wurden, um der traditionellen klassischen Massage kreative Alternativen an die Seite zu stellen. Diese sind heute in den Wellness-Einrichtungen sogar beliebter und verbreiteter, da das ganzheitlich-sinnliche Erlebnis im Vordergrund steht, nicht so sehr die medizinisch-therapeutische Wirkung. Was aber nicht bedeutet, dass die modernen Massage-Varianten wirkungslos seien! Aber kommen wir zur Sache:

Aromaöl-Massage
Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine Massage, in der die unterschiedlichsten Aroma-Öle zum Einsatz kommen: meist sind es hochwertige ätherische Öle auf Basis von Mandel- oder Jojoba-Öl. Je nach den Bedürfnissen der jeweiligen Person können mit dem entsprechenden Aroma bestimmte Stimmungen ausgelöst werden: Die Massage regt an oder beruhigt, entspannt und harmonisiert. Es gibt sie als Ganz- und als Teilkörpermassage, die auch gerne in Zusammenhang mit Beauty-Treatments gegeben wird. Die reinen und natürlichen Inhaltsstoffe der verwendeten ätherischen Öle dringen tief in die Hautschichten ein und stimulieren abhängig von Art und Zusammensetzung auch das Nerven-Blut- und Lymphsystem, doch wirken die sinnlich duftenden Öle immer auch auf die Psyche. Aromaöl-Massagen vermitteln eine wohltuende Auszeit vom Alltagsstress, die sie bei Wellness-Freunden sehr beliebt macht.
Siehe auch im Wellness-Lexikon: Aromaölmassage

Mode-Massagen - Massagen aus dem fernen Osten

Montag, den 1. März 2010

Um ein wenig Orientierung im Dschungel der Angebote zu bieten, seien hier ein paar zur Zeit in den Wellness-Tempeln der Republik verbreitete Massage-Arten kurz erläutert:

Shiatsu-Massage
Shiatsu ist eine Berührungskunst aus Japan und heißt wörtlich übersetzt: Druck mit dem Finger. Basierend auf dem System der traditionellen Chinesischen Medizin arbeitet Shiatsu mit den „Meridianen“, durch die im Verständnis der TCM die Lebensenergie fließt. Tiefwirkender Druck, sanfte Dehnung und Gelenkmobilisation regen den Fluss der Energie im Körper an, was die Selbsthilfekräfte aktiviert und der behandelten Person zu umfassender Entspannung verhilft.

Tuina-Massage
Sie ist die chinesische Variante der Meridian-Massage und dem Shiatsu ähnlich. Sinnvollerweise wird sie im Rahmen einer umfassenden TCM-Behandlung mit vorhergehender Diagnose gegeben, das sie nur dann auf die individuelle Situation des Behandelten abgestimmt werden kann.

Thai-Massage
Auch sie arbeitet mit den Druckpunkten der Meridiane. Zur Behandlung werden Handballen und Daumen, oft auch Ellenbogen und Füße eingesetzt. Zudem wird der Klient in “passive Yogahaltungen” gebracht - daher die volkstümliche Bezeichnung “Yoga für Faule”. Verspannungen und Verhärtungen werden in der Thai-Massage abgebaut, der Bewegungsapparat wird gelockert, Kreislauf und Stoffwechsel angeregt.

Ayurveda-Massage
Unter dieser Überschrift versammeln sich verschiedene Ganz- und Teilkörpermassagen, die auf der alten indischen Gesundheitslehre aufbauen. Oft ist dabei sehr viel Öl im Spiel, das hier nicht nur eine Funktion als Gleitmittel hat. Es wird auf die Konstitution des Patienten, seinen Momentanzustand und die erwünschte Wirkung abgestimmt, denn die Wahl des richtigen Öls beeinflusst maßgeblich die „Doshas“ des Organismus. Im Ayurveda sind das die unterschiedlichen Körper-Energien, deren Fluss durch die Behandlung harmonisiert werden soll.

Westliche Massage-Arten werden Gegenstand eines weiteren Artikel-Teils sein – schauen Sie bald wieder `rein!

Mode-Massagen - was ist dran?

Freitag, den 12. Februar 2010

MassagenUrsprünglich gab es im deutschen Kur- und Gesundheitswesen nur die gute alte klassische Massage: Ausgeübt nach festen Regeln durch Physiotherapeuten und den zum „Masseur u. Medizinischen Bademeister“ ausgebildeten Masseuren. Ihre Grifftechniken bestehen aus Streichungen, Walkungen, Knetungen, Reibe-, Klopf- und Schüttelgriffen, die weitgehend ohne Öl auskommen, bzw. mit Öl gar nicht machbar wären.

Klassische Massage bewirkt eine besseren Durchblutung, lockert, dehnt und entkrampft das Muskelgewebe, und dient dem besseren Abtransport von Stoffwechselprodukten (Schlacken). Danach fühlt man sich sehr entspannt und die Folgen einseitiger Belastungen wie z.B. das viele Sitzen sind spürbar vermindert.

Da die „Kunst der heilenden Berührung“ weit mehr Möglichkeiten umfasst, wundert es nicht, dass im Zuge des Wellness-Booms der letzten zehn Jahre immer mehr unterschiedliche Massagen angeboten wurden. Teils entstammen sie anderen Heil-Traditionen wie z.B. dem Ayurveda oder der Traditionellen Chinesischen Medizin, teils handelt es sich um Neuschöpfungen kreativer Massagelehrer, die sich weiter verbreiten, weil sie eben einfach gut tun.

Um ein wenig Orientierung im Dschungel der Angebote zu bieten, werden in den nachfolgenden Beiträgen ein paar zur Zeit in den Wellnesshotels der Republik verbreitete Massage-Arten kurz erläutert.