Ayurveda Teil II - Die Ayurveda-Massagen
Abhyanga - Ganzkörper-Ölmassage „Liebende Hände“: Warmes Öl wird auf bestimmte Stellen („Marmapunkte“) gegossen, dass dann nach einem genau definierten Verfahren verstrichen und einmassiert wird. Die Massage wird mit Händen und Unterarmen ausgeführt, ist eher sanft und folgt den Körperstrukturen. Das Öl öffnet laut ayurvedischer Lehre die Entgiftungskanäle (Srotas) des Körpers, so dass schädliche Schlacken und Gifte ausgeleitet werden. Gleichzeitig nimmt die Haut über das Öl medizinisch wirksame Substanzen auf, die die drei Energien Vatta, Pitta und Kapha harmonisieren.
Synchron-Abhyanga – dieselbe Ganzkörper-Ölmassage, jedoch mit synchronen Bewegungen von zwei Masseuren („vierhändig“) durchgeführt.
Mukabhyanga: Kopf- und Gesichtsmassage mit Einbeziehung des Oberkörpers. Für das Gesicht wird ein besonderes Öl verwendet und auch hier kommt es darauf an, die richtigen Punkte zu massieren (Marmas, Energiepunkte). Kombiniert wird die Behandlung gerne mit Peelings und Masken. Die Massage soll speziell auf die Gefühle positiv wirken und zum Beispiel bei Liebeskummer helfen. Gerne wird sie mit Armoma-Wickeln und einem Peeling kombiniert angeboten.
Padabhyanga - Ayurvedische Fußmassage: Eine wohltuende Massage, die über die Behandlung der Reflexzonen gesamten Organismus kräftigt. Mit Öl oder warmem Ghee (Butterfett) werden Füße, Waden und Knie ausgestrichen und massiert. Rauhigkeit, Hornhaut und Steifheit wird beseitigt, die Füßen gewinnen an Kraft und Stabilität. Schlafstörungen bessern sich und auch Nervosität wird gelindert.
Udvarthana – Pulvermassage: rotes Sandelholzpulver, Kalmuspulver oder Kräuterpulver wird mit schnellen, energetisierenden Strichen einmassiert. Die Massage belebt und erfrischt, die Haut wird durch den Peeling-Effekt seidig weich und Cellulite kann reduziert werden. Es gibt Varianten mit und ohne Öl vor bzw. in Mischung mit dem Pulver. Udvartana wird auch gerne zur Unterstützung von Gewichtsreduktion eingesetzt.
Ölgüsse und Schwitzbäder
Shirodara – der Stirnölguss, die vielleicht bekannteste Ayurveda-Behandlung. Übersetzt bedeutet der Name „den Himmel öffnen“. Für mindestens eine halbe Stunde, oft deutlich länger, wird ein feiner Strahl warmen Sesamöls (36 Grad Celsius) in langsamen Pendelbewegungen die Stirn geführt. Die Behandlung hilft gegen den Alltagsstress und löst Verspannungen, hilft bei Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit, depressiven Verstimmungen und Tinnitus. Die Behandlung kann mit einer Kopf- oder Ganzkörpermassage kombiniert werden.
Svedana - das Schwitzbad: ein Kräuterdampfbad, das gerne nach einer Ganzkörpermassage angewendet wird. Der Körper beginnt im Kräuterdampfbad langsam zu schwitzen, doch bleibt der Kopf durch die Hilfe feuchter Tücher angenehm kühl. Durchblutung und Stoffwechsel werden angeregt, die durch die Massagen gelösten Giftstoffe werden ausgeleitet.





