Ayurveda – das Wissen vom Leben

Ayurvedischer StirnölgussHören wir von Ayurveda, der uralten Heilkunst aus Indien, fallen uns vielleicht Ölmassagen und Stirngüsse ein, die gelegentlich in den Medien gezeigt werden. Dass es sich um eine umfassende „Lehre vom gesunden Leben“ handelt, die vielfältige Behandlungen und eine eigene Ernährungslehre beinhaltet, bekommt mit, wer sich näher darauf einlässt und – z.B. im Rahmen einer Wellnessreise – mal ein Schnupperwochenende oder eine Kur bucht.
Zum Glück brauchen wir dafür heute nicht mehr nach Indien fliegen. Und das ist auch gut so, denn in der ursprünglichen Form, die dort praktiziert wird, ist Ayurveda für Europäische Wellness-Reisende meist zu heftig und alles andere als ein Wohlfühlprogramm. In den letzten Jahren haben sich deshalb viele Kliniken und Wellness-Anbieter auf „kompatiblere“ Formen spezialisiert, die auch Gesunden, die sich mal etwas Gutes tun wollen, viel zu bieten haben.

Individuelle, ganzheitliche Behandlungen

Was hat es nun mit der viel gerühmten „Ganzheitlichkeit“ des Ayurveda auf sich? Die Grundidee der fernöstlichen Lehre ist, dass der Mensch wie die ihn umgebende Natur aus fünf Elementen besteht: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum.
Im menschlichen Körper wirken diese Elemente in Form von drei Energien, den so genannten Doshas: Vatha reguliert die Beweglichkeit des Körpers, den Atem, die Muskeln und den Magen-Darmtrakt. Pitta ist die Energie, die Umwandlungsprozesse bestimmt, wie etwa den Stoffwechsel und die Verdauung. Und Kapha gibt dem Körper Stabilität und Struktur, z.B. feste und stabile Gelenke.

Jeder Mensch wird gemäß der Ayurveda-Lehre mit einem bestimmten Mischungsverhältnis dieser Energien geboren, die quasi seine Grundkonstitution, seinen Dosha-Typ bestimmen. Durch Stress, Umwelteinflüsse und falsche Ernährung geraten die Energien aus dem Gleichgewicht, was zu Krankheiten und Missbefindlichkeiten führt.
Die verschiedenen ayurvedischen Behandlungen und Ernährungsempfehlungen basieren jeweils auf einer Typ-Diagnose und sind deshalb nicht für jeden Menschen gleich. Kräuter oder Öle werden dem jeweiligen Typ und der Art des Ungleichgewichts, unter dem die Person leidet, angepasst.

Ayurvedische Synchron-MassageDie therapeutischen Methoden des Ayurveda umfassen eine typgerechte Ernährung und die “Ausleitung von schädlichen Körpersäften” - vor allem durch das berühmte Panchakarma. In Deutschland wird vornehmlich das sogenannte Kerala-Panchakarma angeboten, das für Europäer verträglicher ist als die härtere Urform. Fasten, Abführen, verschiedene Kräutertees, der berühmte Stirnguss (Shirodhara) und das Königliche Ölbad (Pizhichil), bei dem zwei Ayurveda-Therapeuten den Patienten gleichzeitig mit drei bis vier Liter Öl massieren, kommen hier zur Anwendung. Kräuterdampfbäder und Massagen erwärmen den Körper, um die „Ausleitung“ zu unterstützen.

Obwohl viele Wirkungsweisen des Ayurveda wissenschaftlich noch nicht bestätigt sind, verzeichnen die Behandlungen nachweislich bei vielerlei Beschwerden und Krankheiten gute Erfolge: entzündliche Darmerkrankungen, Rheuma, Neurodermitis, Schuppenflechte, chronische Nasennebenhöhlenentzündung und Asthma bis hin zu Bluthochdruck, Schlafstörungen und leichten Depressionen bessern sich. Für die Regeneration von Körper und Geist ist Ayurveda somit eine gute Wahl, die auch „nur gestressten“ Erholung Suchenden viel zu bieten hat.

Eine besondere Empfehlung für einen Ayurveda Urlaub wäre das exklusive Beauty-Vital-Hotel in Kühlungsborn.

Eine Reaktion zu “Ayurveda – das Wissen vom Leben”

  1. Wellness Urlaub Blog » Blog Archiv » Ayurveda-Wellness: fernöstliche Entspannung

    […] werden auch hierzulande angeboten, sie zählen mit Recht zur „Medical Wellness“. Im Artikel „Ayurveda – das Wissen vom Leben“ haben wir ihren ganzheitlichen Aspekt beschrieben, jetzt soll es um die ayurvedischen […]

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