Ein Wellnesswochenende ganz nach Lust und Laune
Freitag, den 28. Januar 2011
Do it yourself: Tipps zur Wahl des Zielortes…
Wer beruflich sehr eingespannt ist und auch im Alltag unter der Hektik unserer Zeit leidet, möchte vielleicht eine Auszeit nehmen, in der nicht schon wieder ein Terminkorsett die Erholungszeit strukturiert. Mal einfach nach Lust und Laune in den Tag hinein leben, sich nur Gutes gönnen, aber ohne jede Verpflichtung, ein ganzes Wellness Wochenende lang. Wär’ das `was für Sie?
Echte Erholung braucht Ortsveränderung
Manche Ratgeber empfehlen, es sich zu diesem Zweck daheim gemütlich zu machen. Keine Verabredungen, kein Medienkonsum, morgens ausschlafen und dann ein selbst bestimmtes Wellnessprogramm.
Das eigene Bad solle man in einen „Wellnesstempel“ verwandeln: Kerzen, angenehme Düfte, genüssliche Pflege- und Heilbäder in der Badewanne, Gesichtsmasken und Kneippsche Anwendungen – und ansonsten viel Ruhe, nette Spaziergänge, leichte Kost und vielleicht ein gutes Buch.
Das hört sich schön an, ist aber für die meisten Erholungsuchenden nicht wirklich umsetzbar – bzw. würde wieder einen Aufwand bedeuten, der der Absicht einer Auszeit direkt entgegen steht. Wer hat schon ein Bad, das zum „Wellnesstempel“ taugt? Zudem befindet man sich zuhause am Ort eingefleischter alter Gewohnheiten, die sich nicht mal eben so auf Knopfdruck abstellen lassen. Zu einem Wellnesswochenende, das den Namen verdient, gehört eben auch, den Geist frei zu machen von Alltagsgedanken – und das wird in den eigenen vier Wänden in aller Regel nicht gelingen.
Frische Luft, heilendes Klima, neue Horizonte
Die heilende Wirkung von Ortsveränderungen, insbesondere von Aufenthalten in der Natur und einem anderen Klima ist seit Beginn jeglichen „Kurwesens“ wohlbekannt. Die kurze Auszeit in Gestalt eines Wellnesswochenendes ist eine moderne Blüte gesundheitsorientierten Reisens, von der man sich natürlich nicht soviel erwarten darf wie von einem mehrwöchigen „Kurlaub“. Doch kann es nicht schaden, bei der Auswahl des Zielorts die Heilwirkungen der gewählten Landschaft zu beachten – die sind nämlich durchaus unterschiedlich:
- Seeklima: man spricht auch vom „maritimen Reizklima“. Seeluft enthält Salz, Jod und Aerosole, die sich wohltuend auf einzelne Organe auswirken und den Stoffwechsel anregen. Winde und allergenfreie Luft tun ein Übriges, um Atemwegsbeschweren und Hautkrankheiten positiv zu beeinflussen. Also - besuchen Sie eines unserer Wellnesshotels an der Ostsee oder Wellnesshotels an der Nordsee !
- Mittelgebirge: in den waldreichen Gegenden der Mittelgebirge gibt es viel frische und sauerstoffreiche Luft. Das „Schonklima“ ist gut für ältere und gebrechliche Reisende, doch ebenso hilfreich für alle Stressgeplagten. Herz-Kreislauf-Probleme werden gelindert und auch Stoffwechselkrankheiten werden gerne im Mittelgebirge behandelt. Geeignet hierfür sind unsere Wellnesshotels im Harz.
- Hochgebirge: ein starkes Reizklima, das Ungeübten aufgrund des verminderten Luftdrucks, der verstärkten Strahlung und weiterer Faktoren eine längere Anpassungszeit abfordert. Wer Lagen ab 800 Meter aufwärts nicht gewöhnt ist, ist also bezüglich eines kurzen Wellnesswochenendes gut beraten, tiefere Lagen zu wählen. Es sei denn, man ist rundum fit und gesund und sucht den Kontakt zum Extrem. Hierzu passend vielleicht: unsere Wellnesshotels im Allgäu.
Am Zielort angekommen: Wellness in Eigenregie
In allen für ein Wellnesswochenende in Betracht kommenden Landschaften gibt es Hotels, die „unverplante“ Wochenendarrangements anbieten. Richten Sie Ihr Augenmerk auf den Wellnessbereich: eine schöne Saunalandschaft mit Pool sollte zur Verfügung stehen. Gibt es zusätzlich noch die Möglichkeit, Wellness- und Beauty-Anwendung mit nur kurzfristiger Voranmeldung zu buchen, haben Sie alle Optionen für eine Auszeit „nach Lust und Laune“.
Eine weitere Möglichkeit ist, den Aufenthalt in der Nähe einer großen Therme zu wählen und sich dann jeweils eine Tageskarte zu kaufen. Die meisten Top-Thermen und auch Spaßbäder bieten zusätzlich die verschiedenartigsten Verwöhnprogramme an: von der Ayurveda-Massage über Thalasso-Behandlungen bis zum Floating-Tank. Und dank des Internets kann man das alles vorher genau erforschen.
Bewegung nicht vergessen!
Wer ein Sitzleben führt, sollte auch dem Bewegungsapparat etwas Gutes tun: täglich ein längerer Spaziergang bzw. eine kleine Wanderung auf abwechslungsreichen Wanderwegen wirken Wunder! Wählen Sie eine Landschaft, die Sie gerne erkunden wollen – und überlegen Sie, ob ihrer Stimmung weite Horizonte (Flachland, Meeresküste) oder idyllische Berge und Täler (Mittelgebirge) näher kommen. Denn für jeden funktioniert das „Seele baumeln lassen“ ein wenig anders.
Anders essen und dem eigenen Gefühl folgen
Zu guter letzt: suchen Sie nicht nach dem Bekannten, sondern wagen Sie auch beim Essen Experimente. Warum nicht mal ein Wochenende vegetarisch? Oder Vollwertkost, Rohkost, Traditionelle Chinesische Küche – evtl. wäre auch ein Fastenwochenende ein entlastender Beitrag für die eigene Gesundheit.
Wenn Sie all diesen Aspekten bei der Planung Ihres ganz persönlichen Wellnesswochenendes Aufmerksamkeit schenken, werden Sie vor Ort keinen Entscheidungsstress erleben. Vermeiden Sie aber auch die Versuchung, allzu viel in die kurze Zeit zu packen.
„Eigenregie“ heißt ja vor allem, jederzeit dem eigenen Gefühl folgen zu können.
Ihre Gastautorin Christiane Bach





