Monatsarchiv für November 2008

Nationalpark Harz: rund um den Brocken

Samstag, den 22. November 2008

Wellness Urlaub HarzAm Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegt das „deutscheste“ aller Mittelgebirge: der Harz. Wohl am berühmtesten ist dessen mit 1191 Metern höchster Berg, der sagenumwobene Brocken, der erst seit 1990 wieder zugänglich ist, nachdem er zu DDR-Zeiten lange militärisches Sperrgebiet war.

Inmitten des Nationalparks Harz gelegen, ist er heute eines der beliebtesten Ausflugsziele Deutschlands: Bei gutem Wetter genießt man einen großartigen Weitblick von der Kuppe bis zum Großen Inselsberg in Thüringen, zum Köterberg im Weserbergland und zum Petersberg nördlich von Halle an der Saale. Doch nicht die Aussicht alleine zieht die Besucher an: in den Volkssagen ist der Brocken der „Blocksberg“, auf dem sich zur Walpurgisnacht die Hexen versammelten, um den Hexensabbat zu feiern. An den gut 300 Nebeltagen pro Jahr kann man seltene optische Effekte wie Halos und das sogenannte „Brockengespenst“ beobachten, das früher den Wanderern Schrecken einjagte und noch heute für einen Gruseleffekt gut ist.

Goethe-Weg und Hexenstieg

Zum Brocken hinauf kommt man bequem mit der Brockenbahn: eine Schmalspurbahn zwischen Wernigerode, Drei Annen Hohne, Schierke und dem Brocken, die mit Dampflokomotiven angetrieben werden. Hautnäher genießen Wanderer den Aufstieg, zum Beispiel über den „Goetheweg“, der von Torfhaus zum Gipfel führt. Der berühmte deutsche Dichter hat den Brocken dreimal bestiegen und zu seiner Bekanntheit nicht wenig beigetragen, indem er ihn zu einem der Schauplätze in „Faust 1“ machte.

Ein anderer berühmter Wanderweg ist der „Harzer Hexenstieg“, der auf rund hundert Kilometern über den Brocken und quer durch die Naturschönheiten des Nationalparks führt: Lichte Mischwälder und dichte Nadelwälder, bunt leuchtende Bergwiesen und steil aufragende Klippen, leise plätschernde Bäche und majestätische Talsperren erfreuen die Wanderer. Zerklüftete Felsfluren und jahrtausende alte Hochmooren geben der Landschaft eine ganz besondere Atmosphäre.

Auf dem Gipfel des Brockens befinden sich das „Brockenhaus“ (ehemals „Stasimoschee“ genannt) mit einem Museum zur Geschichte des Berges, und der „Brockengarten“ – eine botanische Anlage zur Fauna der Umgebung, die vom Nationalpark Harz betreut wird. Mehrere Restaurants und das Brockenhotel bieten den zahlreichen Besuchern alle Annehmlichkeiten für eine ausgiebige Rast oder eine Übernachtung.

Rund um den Nationalpark

Wellness Urlaub HarzNach mehr oder weniger anstrengenden Wanderungen bieten sich die Städtchen rund um den Nationalpart als Erholungsorte an, in denen man Kultur genießen, historische Sehenswürdigkeiten besichtigen und dann in schönen Wellnesshotels mit modernsten Standards entspannen kann.
Zum Beispiel in Wernigerode: Die “bunte Stadt am Harz” liegt am Nordrand des Harzes und hat einiges zu bieten: Prachtvolle Fachwerkhäuser wetteifern um die Gunst der Besucher, das Älteste von ihnen schon seit ca. 1400. Auch das Rathaus ist eine Perle mittelalterlicher Baukunst und hoch über der Altstadt thront das neugotische Schloss Wernigerode. Die Stadt bietet ihren Gästen ein vielseitiges Kultur- und Freizeitangebot, zum Beispiel das Rathausfest, die Wernigeroder Weintage, die Schlossfestspiele oder das Altstadtfest. Ganzjährige Ausstellungen und Konzerte runden das Angebot ab. Von Wernigerode aus startet auch die Harzer Schmalspurbahn, die zum Brocken hinauf und dann quer über den Harz nach Nordhausen in Thüringen fährt.
In Bad Harzburg am Nordrand des Harzes eröffnen sich Erholung suchenden sämtliche Annehmlichkeiten eines Soleheilbads: die Stadt ist als heilklimatischer Kurort bekannt, verfügt über ein 32 Grad warme Sole-Therme und gut ausgeschilderte Nordic Walking-Strecken. Ein Hochseil-Park, eine Rodelbahn, ein 18-Loch-Golfplatz und der Sportpark an der Rennbahn bieten abwechslungsreiche Gelegenheiten, die eigene Fitness zu verbessern, bevor man über den 13 km langen Teufelsstieg zum Brocken aufsteigt.
Sollten wir Ihr Interesse an einer Reise zum „Blocksberg“ geweckt haben, schauen Sie sich vielleicht folgende Empfehlungen an: Wellnesshotels im Harz, Harz Wellness Urlaub, Harz Hotels

Wann ist ein Wellness-Urlaub sinnvoll ?

Freitag, den 14. November 2008

Wellness Urlaub„ Na, wann immer wir es uns leisten können!“, würden Freundinnen und Freunde des regelmäßigen Wellness Wochenende auf diese Frage antworten und sich wundern, dass man so was überhaupt fragen kann.
Andere wiederum sehen Wellness-Urlaube als komplett überflüssige Bauchpinseleien an, die sich nur Menschen gönnen, die ansonsten nichts Wichtiges im Leben zu tun haben. Allenfalls der Bildungsurlaub zur Besichtigung der griechischen Antike findet vielleicht Gnade vor dem strengen Urteil der Puristen, die sämtlichen Sinnesfreuden eher kritisch gegenüber stehen.

Doch es gibt sie tatsächlich, die guten Gründe für einen Wellness-Urlaub ! Insbesondere Menschen, für die der Gedanke sehr gewöhnungsbedürftig ist, ganze Tage oder gar Wochen dem eigenen Wohlbefinden zu widmen, haben eine Auszeit oft besonders dringend nötig.
Zwar ist es in Deutschland im Gegensatz zu den USA, Kanada und Japan zum Glück noch üblich, die zustehenden Urlaubstage auch tatsächlich zu nehmen, doch das, was manche damit anfangen, ist oft alles andere als erholend. Stressige Fernreisen, aufreibende Familien-Urlaube, intensive Besichtigungsprogramme („Asienrundreise in 14 Tagen“) – mancher ist richtig froh, wieder nach hause zu kommen, wo alles etwas entspannter zugeht.

Wellness-Auszeiten sind anders, nämlich ausschließlich dafür da, Körper, Geist und Seele in Ruhe und Harmonie zu bringen. Mal raus aus dem Laufrad der beruflichen Routinen, weit weg von allen möglichen Konfliktfronten: entspannen, tief durchatmen, Natur erleben, Sinnlichkeit und meditative Ruhe genießen – davon kann man hinterher lange zehren! Und nicht wenige vermeiden durch einen Wellness-Urlaub zur rechten Zeit den sich bereits anbahnenden gefürchteten „Burn-Out“.

Weitere Anlässe, die zu einem Wellness-Urlaub geradezu einladen, sind in der Regel Zeiten der Krise oder der Wunsch nach Veränderung eingefleischter Gewohnheiten, die auf Dauer krank machen. Hier ein paar Beispiele:

  • Man möchte endlich mit dem Rauchen aufhören, schafft es aber zuhause inmitten der Alltags-Routine nicht.
  • Man möchte abnehmen und sucht den Einsteig in eine gesündere Ernährung, kommt jedoch zuhause an den üblichen Verführungen einfach nicht vorbei.
  • Während einer Beziehungskrise möchte man mal Abstand gewinnen, Zeit, in aller Ruhe über alles nachzudenken und den eigenen Standpunkt wieder zu finden.

Neben diesen Motiven ist ein Wellness-Urlaub natürlich immer eine gute Gelegenheit, die Macht des Gewohnten zu durchbrechen, um das eigene Leben entspannt und fernab täglichen Gefordertseins in Ruhe zu bilanzieren.
Der heilende und beruhigende Kontakt mit den Elementen, mit Wasser, Luft, Hitze und Kälte, Wind, Wetter, Erde und Moor, wie ihn viele Wellness-Arrangements bieten, macht ganz wunderbar den Kopf frei. Wieder daheim, starten wir mit neuen Kräften und neuen Ideen in den Alltag – und fragen uns niemals wieder, ob eine solche Investition ins eigene Wohlbefinden vielleicht doch überflüssig ist!

TCM-Treatments – Behandlungsweisen traditioneller chinesischer Medizin (TCM)

Samstag, den 1. November 2008

Traditionelle chinesische MedizinIn Fortsetzung des Überblicks über die Traditionelle chinesische Medizin (TCM) seien hier nun ein paar Behandlungsweisen aufgeführt, die in Kureinrichtungen und Wellness-Hotels angeboten werden – einerseits zur Vorbeugung, doch vielfach auch als Erfolg versprechende Heilbehandlungen.

Akupunktur
Die wohl bekannteste Behandlungsweise der chinesischen Medizin. Sie beruht auf dem Konzept der Lebensenergie (Qi), die über die Meridiane durch den Körper fließt. Auf diesen Energie-Leitbahnen entdeckten die chinesischen Heiler spezielle Qi-Sammelstellen, die „Akupunkturpunkte“, über die durch Stimulation von außen Veränderungen im Energiefluss des Körpers und somit in den Körperfunktionen bewirkt werden können.
Durch die Punktstimulation mit feinen Nadeln ist man in der Lage, Ungleichgewichte und energetische Disharmonien umzuleiten und zu harmonisieren: überschüssige Energie wird abgeleitet, nämlich dahin, wo ein Mangel herrscht. Bei vielerlei Krankheiten und Missbefindlichkeiten erfahren Patienten die heilsamen Wirkungen der Akupunktur. Bei chronischen Rücken- und Knieschmerzen übernehmen mittlerweile sogar die Krankenkassen die Kosten, da die Erfolgsrate der Akupunktur in Studien fast doppelt so hoch lag wie die Therapie mit Medikamenten, Massagen und Krankengymnastik.

Tuina-Massage
Hier handelt es sich um die ursprüngliche Massage aus der TCM, sie ist sogar älter als die bekannte Akupunktur. Mit Tuina werden Blockaden in den Meridianen gelöst, der gestörte Energiefluss wird wieder hergestellt. Die Massage hilft gegen Kopf-, Nacken- oder Schulterschmerzen, wie auch gegen Verspanntheit im gesamten Körper.

Qi Gong
Frei übersetzt bedeutet das Wort „Energieübung“. Bestimmte harmonische Bewegungsabfolgen und Atemübungen fördern die Heilung von Organ, Muskel- und Gelenkserkrankungen.
Im Wort steckt Qi, die Lebensenergie, und Gong, was soviel wie „intensiv üben“ heißt. Der Fluss der Lebensenergie durch die Meridiane wird durch die Übungen beeinflusst und harmonisiert. Qi-Gong-Übungen vereinen innere und äußere Bewegung, also zum einen den Körper, zum anderen die Atmung und die geistige Sammlung (Meditation).

Schröpfen
Chinesisch „Ba Guan“. Schon im zweiten Jahrhundert nach Christus wurden in China Rinderhörner zum Schröpfen genutzt. Heute sind es üblicherweise Glaskolben, die mit Unterdruck auf die Haut aufgesetzt werden. Während der Schröpfbehandlung entstehen unterschiedliche Reize, die Heilungsprozess fördern: Stoffwechselprodukte werden über die Haut ab- oder ausgeleitet, Sauerstoff kommt vermehrt ins Gewebe, Verspannungen und Schmerzen bauen sich so ab. Eine Behandlung empfiehlt sich bei Rückenschmerzen, Schulterschmerzen, Rheuma, Migräne, Spannungskopfschmerz und Erkältungen, auch depressive Verstimmungen sollen sich bessern.

Moxa, auch “Moxibustion”
Getrocknete und in Form gepresste Heilkräuter werden über Akupunkturpunkten abgebrannt. Über die Hitzeeinwirkung beim Abbrennen wird das Meridiansystem (Energieleitbahnen) angeregt, wodurch die körpereigene Energien (das Qi) wieder besser fließen. Die Moxa-Therapie wird zur Vorbeugung von Krankheiten, wie auch als Heilbehandlung eingesetzt. Hauptanwendungsgebiete sind Erkrankungen wie chronische Bronchitis, Asthma, Depressionen, Schwächezustände und Erschöpfungsreaktionen.
Auch gegen Schmerzen kann Moxa helfen, z.B. bei Migräne und Spannungskopfschmerz, sowie bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates wie Schulter-Nacken-Verspannungen, Bandscheibenschäden oder Hexenschuss.

Weitere Infos zum Thema finden Sie auch hier: Chinesische Medizin