Hier ein kleiner Überblick über die wichtigsten Bäder-Arten:
Finnische Sauna: Die bekannteste, geradezu „klassische“ Form der Sauna und mittlerweile Standard in jedem Wellnesshotel. Ein auf mindestens 90 Grad aufgeheizter Raum mit geringer Luftfeuchtigkeit, in dem man ca. 10 bis 15 Minuten verweilt. Zum Ende der Schwitzphase werden vielerorts Aufgüsse auf den heißen Steinen des Sauna-Ofens zelebriert, oft mit angenehmen Duftnoten ätherischer Öle angereichert.
Die folgende Abkühlung in kaltem Wasser ist ein Muss, ebenso die Entspannungsphase zwischen den bis zu drei Saunagängen, die mindestens ebenso lang sein sollte wie der Saunagang selbst.
Dampfbad: Eine Sauna-Variante mit niedriger Temperatur und einer Luftfeuchtigkeit von nahezu 100%. Über einen automatischen Wasserverdampfer wird Dampf erzeugt, der die Luft mehr oder weniger stark vernebelt. Varianten des Dampfbads sind das römische Caldarium, das türkische Hamam und die russische Banja. In Wellnesshotels, aber auch in Fitness-Centern ins diese Form der Sauna sehr beliebt.
Biosauna: auch Niedertemperatursauna, Finarium, Sanarium, Biodarium oder Danarium. Es herrschen niedrigere Temperaturen als in der klassischen (finnischen) Sauna, in der Regel etwa 45-60 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 40-55%. Sie gilt als kreislaufschonender und wird häufig kombiniert mit Zugabe von ätherischen Ölen (Kräuter-Sauna, Euka-Sauna) oder spezieller farbiger Beleuchtung (Lichttherapie). Die Verweildauer ist höher als in der normalen Sauna, ca. 15-30 Minuten. Die “sanfte Sauna” wird für empfindliche und gesundheitlich angegriffene Menschen empfohlen, z.B. Herz-Kreislauf-Patienten, die große Hitze und sehr feuchte Luft schlecht vertragen.
Rasul-Bad: Eine ursprünglich orientalische Dampfbad-Variante, die jedoch mit der Anwendung verschiedener Heilerden kombiniert wird, mit denen sich die Saunagäste einreiben. Ein optimales Peeling für den ganzen Körper! Zum Ende der etwa halbstündigen Badezeit regnet es von der Decke, wodurch die Heilerde wieder abgespült wird. Ein Rasulbad entschlackt die Haut, stimuliert den Stoffwechsel und festigt das Bindegewebe. Der Kreislauf wird nicht belastet, da die Temperatur langsam von ca. 38 auf bis zu 50 Grad ansteigt, die häufig verwendeten Kräuterdüfte befreien die Atemwege. Ein rundum angenehmes Wohlfühlerlebnis!