Massage - die Kunst der heilenden Berührung
Donnerstag, den 1. November 2007
Wer heute eine Wellnessreise plant, um sich vom Stress der Arbeitswelt mal so richtig zu erholen, hat die Qual der Wahl: unzählige Wellness-Hotels, SPAs, Saunalandschaften und Kureinrichtungen konkurrieren mit vielfältigen Angeboten um den Entspannung suchenden Gast. Massagen spielen dabei eine immer größere Rolle, den kaum eine Behandlung hat so unmittelbare Wirkung aufs aktuelle Wohlbefinden wie die „Kunst der heilenden Berührung“.
Wer Zeit und Lust hat, kann einen Wellness-Urlaub dazu nutzen, unterschiedliche Massagen kennen zu lernen, um dann diejenige Behandlungsform, die individuell die beste Wirkung erzielt, auch in der Heimat fortzusetzen. Als fester Bestandteil der „Work-Life-Balance“ entfalten regelmäßige Massagen nachhaltigere Wirkungen und sind z.B. für Menschen, die im Beruf viele Stunden vor Monitoren sitzen, ein wunderbarer Ausgleich.
Um ein wenig Orientierung im Dschungel der Massage-Angebote zu schaffen, seien hier einmal die wichtigsten und bekanntesten Behandlungsweisen aufgelistet:
- Klassische Massage: hierzulande die „Mutter aller Massagen“.
Man bekommt sie sogar vom Arzt verschrieben, denn ihre medizinischen Wirkungen sind unumstritten. Streichen, Reiben, Kneten, Klopfen und Vibrieren sind ihre Methoden, der „Zugriff“ des Masseurs ist eher kräftig. Durch die Behandlung werden die Muskeln gelockert und Verspannungen beseitigt. Danach fühlt man sich wie neu geboren. - Ayurveda-Massage: eine Massage-Art mit viel Öl, sowohl als Kopf-, wie auch als Ganzkörpermassage möglich, oft auch „vierhändig“. Die seit über 3500 Jahren bewährte Behandlung, die ihre Wurzel in der altindischen Hochkultur hat, bringt Körper, Geist und Seele in harmonische Balance. Snehana, die „Behandlung der liebenden Hände und Herzen“ wirkt besonders wohltuend und ausgleichend bei allen vegetativen Störungen und stressbedingten Beschwerden und eignet sich hervorragend als prophylaktische Maßnahme.
- Thai-Massage: eine uralte, kraftvolle Massage-Art, die mit den Druckpunkten der Meridiane aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) arbeitet. Zur Behandlung werden Handballen und Daumen, oft auch Ellenbogen und Füße eingesetzt. Zudem wird der Klient in “passive Yogahaltungen” gebracht - daher die volkstümliche Bezeichnung “Yoga für Faule”. Verspannungen und Verhärtungen werden in der Thai-Massage abgebaut, der Bewegungsapparat wird gelockert, Kreislauf und Stoffwechsel angeregt.
- Esalen-Massage: die “Kunst der bewussten Berührung”. Eine Ganzkörpermassage aus leicht fließenden Streichungen über die Gesamtlänge des Körpers, verbunden mit passiven Gelenkbewegungen und tiefer Strukturarbeit an Muskeln und Gelenken. Sanfte, wiegende Bewegungen, stets im Einklang mit der Atmung, sind für die Esalen-Massage typisch. Im Unterschied zur klassischen Massage wird nicht geklopft und kaum geknetet. Elemente aus verschiedenen Richtungen der Körperarbeit, wie etwa, Feldenkrais, Cranio-Sacral-Therapie, Rolfing, Polarity und Akupressur werden integriert.
- Shiatsu-Massage: Japanische Fingerdruck-Massage, die aus der traditionellen chinesischen Massage (Tuina) hervorgegangen ist und ebenfalls mit den Druckpunkten der Meridiane arbeitet. Zur Berührung werden nicht nur Finger und Hände, sondern auch der ganze Körper eingesetzt. Dabei arbeitet der Behandelnde weniger mit Muskelkraft als mit seinem Körpergewicht und versucht, während der Behandlung eine energetische Beziehung zum Klienten aufzubauen (Energie hier im Sinne des chinesischen „Chi“). Mit der Shiatsu-Massage wird das physische, emotionale und geistige Wohlbefinden auf ganzheitliche Weise befördert – man fühlt sich hinterher leicht und deutlich beweglicher als zuvor.
Natürlich gibt es noch viel mehr Massage-Formen als hier aufgezählt werden können. Bei der Auswahl empfiehlt es sich, auch darauf zu achten, welche Qualifikation der Behandler mitbringt – dann ist jedenfalls eines garantiert





